Donnerstag, 9. Juni 2022

fuck off

Appetit gut, aber muede. Immer muede.

So liesse sich mein Lebensmotto gut zusammenfassen.

Gerade wieder ganz schlimm. Ich war auf der Waage. Es ist furchtbar.

Und dann jeder einzelne Morgen. Ich kenne es nicht mehr, das Gefuehl, ausgeschlafen zu sein, ich kann mich nicht daran erinnern. Ich bin einfach immer muede, aber zur Zeit noch schlimmer als sonst. Es sind Wochenenden, da schlafe ich 20 Stunden am Tag. Und es hilft nichts. Ich bin muede und schleppe mich so durch den Tag.

Die einzigen Momente, an denen ich mich fit und ausgeruht fuehle, sind die Nachtwachenstunden. Ich wache gegen 4 auf und bin... fit. Wach. Kann nicht schlafen. Dann geistere ich durch die Wohnung, schaue dem Kind beim Schlafen zu, hoere die Morgen-Amsel singen und gehe puenktlich zu 5 Uhr wieder ins Bett, denn da klingelt der Wecker des grossen Mannes.

Ausserdem schlimm: Das Aua. mir tut alles weh. Als haette ich schlimmen Muskelkater. Das nervt unendlich.

Ansonsten wird es langsam, ganz langsam besser. Die Momente, in denen ich traeume (und es im Traum wirklich physisch fuehle), dass er mich einfach in den Arm nimmt, und alles gut wird, sie werden weniger. Die Momente, wo das Herz so weh tut, dass man einfach so losheulen koennte - sie sind fast nicht mehr da.

Es wird nicht gut - aber besser. Es bleibt das Unverstaendnis. Warum ueberredete man jemandenen, zu heiraten, um dann hinterher zu sagen "och noe, ich kann ja mit dir gar nichts anfangen, tschuess". Es war alles sehr unnoetig und ich werde es vermutlich nie verstehen.

Vier Wochen noch, dann beginnt ein neues Leben, da auf dem Dorf, bei meinen Eltern, und das wird auch nicht einfach, aber that's life.

Ich werde diese Wohnung hier in Suedberlin vermissen, die Sonnenuntergaenge, und das Gefuehl, einmal wirklich angekommen gewesen zu sein.

Aber.

Wir (das Kind und ich) werden es uns auch schoen machen dort, auf dem Dorf.

Und wir werden Huehner haben. Wenn das nix ist!

4 Kommentare:

  1. Liebe Moya, schön, dass man endlich wieder etwas von Dir hört. Nicht so schön, dass es immer noch so furchtbar in Dir arbeitet! Ich wünsche Dir eine tolle Zukunft "auf´m Dorf" (Tapetenwechsel soll oft Wunder bewirken ... ) und hoffe, dass Du uns erhalten bleibst.

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    1. ach klar, eigentlich gibt es ja auch viel zu berichten, aber das aufraffen... und - dankeschoen :)

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  2. Ich wünsch Euch, dass Ihr ankommen könnt, auf demDorf

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    1. danke Dir :)
      wir sind ja da eigentlich nie wirklich weg gewesen.
      vermissen werde ich Berlin aber schon. Ich habe mich hier sehr zu Hause gefuehlt.

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