Dienstag, 15. Januar 2019

auf ein neues jahr.

ersteinmal ein frohes und gesundes neues jahr allen mitlesenden! moegen alle Ihre wuensche fuer 2019 in erfuellung gehen.

ueber ein jahr ist fuer mich inzwischen vergangen mit dem grossen mann. ein jahr voller liebe, plaene, viel stress, verwerfungen, aufeinander einstellen.
vor allem aufeinander einstellen.
wir hatten ja vor dem zusammenzug nicht wirklich zeit, herauszufinden, wie der andere im alltag tickt. wie man miteinander krisen bewaeltigt, den alltag aufteilt oder familienfeste begeht. es war ein sprung ins kalte wasser, und das feintuning laeuft noch.

es war fuer mich ein jahr wie eine achterbahnfahrt. unglaubliche hoehenfluege, wie unsere treffen, als wir noch nicht zusammen lebten, unser erster hamburgbesuch, das beziehen einer gemeinsamen wohnung, verlobung, und absolutes highlight im november unser einjaehriges in hamburg, wo mir der grosse mann ein wunderschoenes, selbst entworfenes stilisiertes halsband in form einer kette schenkte und um den hals legte, von nun an immer zu tragen als symbol unserer verbindung. diese unglaubliche naehe zwischen uns wieder zu fuehlen, zu wissen, dass die grundsaetzlich immer noch da ist, wenn auch viel zu oft unter alltag und zeugs verschuettet.

es gab aber auch echte tiefpunkte, und ich habe im vergangenen jahr so viel geheult, wie in den 10 jahren zuvor nicht. da war natuerlich zunaechst mal der kram mit dem ex. aber auch das erste mal richtig streit mit dem grossen mann, immer schlimmer werdendes pms jeden monat mit entsprechenden zickereien meinerseits und generell diese distanz, die sich immer wieder zwischen uns aufbaut und bei mir zu frust fuehrt. zu allem uebel kam jetzt zum ende des jahres noch eine kurze, aber sehr heftige winterdepressionsepisode plus stoerfeuer aus gaenzlich unerwarteter familiaerer richtung dazu, so dass weihnachten und jahreswechsel, welches sonst meine allerliebste zeit im jahr ist, sich eher so lala anfuehlte und einen sehr faden nachgeschmack hinterliess.

dafuer finde ich zur abwechslung dieses jahr den jahresanfang nicht so grauenhaft wie sonst immer. und weil ich mich gerade extrem mopsig und unwohl in meiner haut fuehle, ziemlich zugelegt und im laufe des letzten jahres ein ziemlich ungesundes trinkverhalten aufgebaut habe, versuche ich es jetzt mal mit alkohol- und kalorienreduktion. auf dass ich mich bis zur hochzeit vielleicht wieder einigermassen zufrieden mit mir fuehle. und nicht so viel rummeckere und rumheule. wer will schon eine dicke, ueberemotionale meckertante zu hause haben.

mit dem polyamor- oder wie auch immer man es nennen will-ding haben wir noch keinen status quo gefunden. ich habe aber auf jeden fall inzwischen verstanden, dass das, was ich fuer mich als offene beziehung definiere und lebe, wahrscheinlich naeher an polyamor dran ist, als das, was der grosse mann eigentlich sucht. wobei mir noch nicht ganz klar ist, was er eigentlich sucht. und ihm selbst glaub ich auch nicht.
J. und er haben sich erstmal auf abstand zueinander begeben, nachdem da erwartungen und moeglichkeiten nicht wirklich so kompatibel waren, wie gedacht. das scheint oefter vorzukommen, zumindest meine ich zwischen den zeilen gehoert zu haben, dass zu schnell zu viele erwartungen gestellt werden - was andererseits kein wunder ist, wenn man den enthusiasmus und das scheinbare commitment betrachtet, mit dem sich der grosse mann in neue begegnungen stuerzt. das war ja nicht anders, als wir uns kennenlernten. da stand allerdings ich auf der bremse.

das eigentlich anstrengende fuer mich ist gar nicht mal, dass er sich mit anderen frauen trifft. sondern, ueberhaupt nicht zu wissen, was eigentlich vorgeht, sondern nur so am rande irgendetwas mitzubekommen und mir dann natuerlich irgendetwas zusammenzureimen. speziell wenn das in einer dieser distanz-phasen passiert, in der der grosse mann mich ueberhaupt nicht anfasst. und ja, vielleicht bin ich da etwas ueberempfindlich, nach einem jahrzehnt sexfreier WG-beziehung.

"du musst ihm sagen, dass du ihn eigentlich nicht teilen willst", meint J. zu mir. aber - so ist es gar nicht, bzw. weiss ich es gar nicht genau. grundsaetzlich kann und moechte ich schon teilen, bzw. moechte einfach, dass mein mann gluecklich ist. nur lief es bisher immer so, dass ich ein "ich komm heut abend spaeter.", ohne weitere informationen bekam. oder nicht mal das. und dann hinterher etwas von einem date erzaehlt bekam. oder auch nicht. oder, und das war am merkwuerdigsten, von einem date hinterher kontaktiert werde, welches ganz offensichtlich der meinung war, dass ich wissen muesse, wer sie ist. weil offene beziehung und so.

als zwei dieser dates ausgerechnet in die depressionsphase kurz vor weihnachten fielen, und der grosse mann direkt danach noch zwei tage unterwegs war, und ich allein zu hause, weil das kind bei den grosseltern geparkt war, bin ich leider eine nacht lang heftigst durcheskaliert. ich bombte ihn, schlaflos und alkoholisiert, die ganze nacht durch per messenger mit vorwuerfen zu. auf die er nicht reagierte, woraufhin ich mich immer mehr hineinsteigerte. dann kam weihnachten mit dem innerfamiliaeren stress und wir kamen nicht zur aussprache. danach hatten wir endlich mal die chance, uns halbwegs auszusprechen. oder zumindest konnte ich mal aussprechen, was mich stoert - wenn ich naemlich nicht weiss, was vorgeht, fuehlt es sich fuer mich so an, als wuerde ich hintergangen. ich moechte mich wenigstens darauf einstellen koennen, wenn er sich mit anderen frauen trifft. (wobei das treffen anderer frauen gerade scheinbar auch ziemlich auf eis liegt. hoffentlich nicht durch mein gemecker. das waere das letzte gewesen, was ich wollte.) letztendlich wissen wir jetzt beide hoffentlich einigermassen, woran wir sind.

dankenswerterweise war es uebrigens H., der mich waehrend des grossen mannes abwesenheit aus diesem depressionsschub wieder herausholte. bzw - das erledigte sich erstmal irgendwie selber. nach zwei naechten dunkelstem gedankenstrudel, aus dem ich absolut nicht herauskam und waehrenddessen ich mich fragte, ob ich das alles ueberhaupt will, und ob der grosse mann das alles ueberhaupt will, und was das ueberhaupt fuer einen sinn macht, war es am dritten tag vormittags wie ein vorhang, der sich hob. die absolute verzweiflung war ganz ploetzlich weg, und ich war zwar noch sauer auf den grossen mann, aber insgesamt wieder "normal". total verrueckt. das hatte ich so noch nie und fand es echt beaengstigend.

jedenfalls stand mir der sinn dringendst danach, aus der wohnung herauszukommen und mich irgendwie ablenken zu lassen. zufaelligerweise hatte H. frei, und ich fragte den grossen mann, ob ich mich mit H. treffen koenne, was er natuerlich bejahte. und H., selber schwer wintergenervt, zog alle register. ich fragte vorher, ob er mich zur abwechslung ein wenig verhauen koennte, ich braeuchte das, um mich zu spueren. "verhauen passt gut. arschfreies latex waere dafuer praktisch", war die verheissungsvolle antwort. und nach knapp 3 stunden voegel-, hau-, lach- und gadgetmarathon (schoene zitate des abends: "also, der abend laeuft heut eindeutig unter dem titel bdsm-materialschlacht", "soso... deine moese mag es heut kuschlig, und dein arsch mag es hart", "ja, so liegst du gut ... so kann ich dich abwechselnd ficken und peitschen"), war dann auch der letze rest schlechter laune weggefegt. da hatten sich zwei leute einfach gegenseitig gut getan. das war schoen.

"eigentlich bist du die einzige, die hier so was wie poly lebt", sinnierte der grosse mann kuerzlich, als ich ihm, im bett an seine breite brust gekuschelt, nochmal meinen standpunkt klarzumachen versuchte. und tatsaechlich hat er irgendwie recht damit. ich habe H., und mit N. scheint sich auch etwas lockeres, aber laengerfristiges zu ergeben. beim grossen mann bleibt es, zumindest so weit ich es von dem, was er durchblicken laesst, beurteilen kann, eher bei erst-, maximal zweitdates.

nun, wir werden sehen, was die zukunft bringt. dass ich nicht mehr ohne den grossen mann an meiner seite leben will, ist und bleibt ganz klar. und die modalitaeten, die werden sich fuegen. 2019 wird unser jahr!

heute haben wir erstmal einen termin in der to.mto korsettmanufaktur und mal sehen, vielleicht erfuelle ich mir ja dort ein schon laenger gehegtes traeumchen.

update: ich habe mir das traeumchen erfuellt und bin nun besitzerin eines rattenscharfen korsetts, dafuer aber leider pleite ;-D


Donnerstag, 1. November 2018

polyamor?

der halloween-abend ist stimmungsmaessig eh schon ein bisschen im tief, nachdem ich dem kind erklaert habe, dass ich am naechsten tag nicht raus zu den grosseltern komme, wo er die ferien verbringt, da ich zwischendurch ja auch mal den grossen mann in berlin sehen will. woraufhin das kind dann traurig in meiner umarmung sagt "ach mama... wenn du und papa bloss noch zusammen waert..."

das, plus hardcore pms, ist schonmal zumindest unschoen.

der grosse mann hat heute ein date mit J., bei uns zu hause. ich versuche, nicht zu viel darueber nachzudenken. wie sich das ganze entwickeln wird. denn das, was die beiden jetzt schon verbindet, geht definitiv ueber den rahmen einer play-beziehung hinaus.
polyamory.
ein grosses wort (und ein beschissenes modewort). und so viel mehr als einfach nur fremdvoegeln.

ich goenne es den beiden von herzen, da sie sich scheinbar wirklich gut tun. weil sie ihm dinge geben kann, die ich ihm einfach nicht geben kann. und ich bin schliesslich absichtlich eine offene beziehung eingegangen, weil ich selber nicht monogam leben will und das auch eh nie geschafft habe.

trotzdem schleichen sich viele "was wenn"s ein. was, wenn er feststellt, dass ihm ihre aktive art eigentlich doch viel besser passt als meine passive? was, wenn bei uns durch den schnoeden alltag mit kind und unser naehe-distanz problem die leidenschaft fuereinander runterkocht - und das in der zweitbeziehung nicht passiert, weil diese komponente da einfach fehlt? das merke ich ja in der beziehung zu H., wo nach all den jahren die lust aufeinander ungebrochen ist. weil wir halt einfach keinen alltag teilen. (wobei mich mit H. zwar nach all den jahren eine tiefe zuneigung verbindet, ich zwischendurch natuerlich schon arg verknallt in ihn war - aber wir hatten ja nie eine wirkliche naehe zueinander, haben alles private immer bewusst ausgeklammert). was, wenn ich nicht stark genug bin? was, wenn ...

ich WEISS, dass all diese gedanken quatsch sind.
ich WEISS, dass es die scheiss hormone sind, die mir hier gerade einen streich spielen.
und ganz pragmatisch gesehen ist es super, diese situation jetzt zu haben, denn, sollte sich davon wirklich irgendwas bewahrheiten, dann doch bitte vor der hochzeit.

abstellen laesst sich die negative grundstimmung gerade trotzdem nicht ganz.

dann kommt eine textmessage von grossen mann.

"wir wünschen dir eine gute nacht".

in der message steht auch, dass er mich liebt und sich auf mich freut am naechsten tag. was mir aber ins herz faehrt, ist dieses eine wort.

wir

bäm. dort gibt es jetzt ein "wir". ein wir, bei dem ich aussen vor, das "du", bin. die daemme brechen, ich fluechte mich ins bad und heule los. leise, wie ich meine. leider scheinbar nicht leise genug.

ein zaghaftes klopfen an der tuer: "mama, warum weinst du??"

scheisse. das geht natuerlich gar nicht. ich schmeisse mir also etwas kaltes wasser ins gesicht, lasse das kind rein und erklaere ihm in einfachen worten, warum manche frauen einmal im monat scheisslaune haben und auch gern mal einfach so losheulen. "ja mama, irgendwas muss wirklich heut anders sein, sonst machst du NIE kalt wasser an sondern immer warm!", und da muss ich schon wieder schmunzeln, weil es so krass ist, was der alles mitbekommt, nehme ihn ganz fest in die arme und beruhige mich ein bisschen.

dann bringe ich das kind wieder ins bett, wuensche den beiden noch via textmessage eine gute nacht und schreibe meinem mann, dass ich ihn liebe. und dann gehe ich selbst ins bett und kuschele mich, in des grossen mannes t-shirt gewandet, in dessen kopfkissen. "wird schon werden", denke ich mir, bevor ich einschlafe. leben ist halt abenteuer und man muss sich drauf einlassen. und ich sollte mir dringend mal moenchspfeffer und johanniskraut besorgen.


Dienstag, 30. Oktober 2018

input overflow II - pt. 2

und so setzen wir uns (ich seeehr vorsichtig ;D ) aufs sofa und warten auf J. (okay, ein bisschen nervoes bin ich schon und trinke noch eben ein bierchen zur beruhigung).

liebe zu dritt

irgendwann klingelt es, und es erscheint eine zierliche frau, in etwa meine groesse, mit einem total sympathischen laecheln. "ah, die frau mit dem kuscheldefizit", sage ich, begruesse sie mit einer umarmung und bekomme einen blumenstrauss in die hand gedrueckt (einen total schoenen strauss mit nur einer sorte lachsfarbener rosen uebrigens, der selbst mir absoluter schnittblumenhasserin einfach nur gefaellt, weil er toll aussieht und keine arbeit macht wie ein mischblumenstrauss). das gibt mir die gelegenheit, erstmal kurz in die kueche zu verschwinden, die blumen ins wasser zu stellen und mir zu ueberlegen, was eigentlich gerade mein konzept ist, waehrend die beiden sich begruessen. ich komme zu dem schluss, dass ich keine ahnung habe und einfach alles auf mich zukommen lassen werde, und so sitzen wir kurz darauf zu dritt auf dem riesensofa und unterhalten uns angeregt ueber mal mehr, mal weniger verfaengliche themen.

das heisst, hauptsaechlich unterhalten sich J. und ich, waehrend sich der grosse mann nach kurzer zeit in meinen ruecken an den tisch setzt, uns laechelnd beobachtet und nur gelegentlich an der unterhaltung teilnimmt. dass wir maedels uns sympathisch sind, ist schnell klar. spannung liegt in der luft und ich frage mich mit fortschreiten des nachmittags zunehmend amuesiert, wie die situation jetzt gekippt werden soll. als einzige wirklich devote person hier im raum werde ich naemlich an dieser stelle den teufel tun und irgendetwas unternehmen.

irgendwann geht J. kurz ins bad, ich zeige ihr wo, der grosse mann holt noch was zu trinken, und so sind immerhin schonmal alle von dem sitzplatz-deadlock befreit. ich mache auch noch eine kurze biege ins bad, weil ich zwischenzeitlich als uebersprungshandlung bestimmt einen liter wasser getrunken habe. und als ich wiederkomme, siehe da, stehen die beiden eng umarmt im wohnzimmer und kuessen sich. an dieser stelle faellt mir auf, dass ich mich nie wirklich gefragt habe, bzw. mir nicht vorstellen konnte, wie es sich anfuehlt, meinen mann mit einer anderen frau zu sehen. aber es ist - vollkommen okay. keine spur von abwehr. ich sehe da nur zaertlichkeit. innigkeit. als ich naeher komme, strecken beide unisono einladend einen arm aus. "stimmt, da war ja was, du bist ja zum kuscheln hier", grinse ich, denke mir 'okay. kaltstart. all in.', und lasse mich in die doppelumarmung fallen. und es fuehlt sich verdammt gut an. irgendwie total passig, weil J. auf meiner hoehe ist und der grosse mann, gross und baerig, uns beide im arm halten kann. und so gehen sechs haende gegenseitig auf kundschaft, ich schmiege mich gleichzeitig an J. und meinen mann, spuere zwei koerper, einer ganz zierlich und weich und anschmiegsam, und einer ganz gross zum anlehnen und reinfallen lassen. ich stehe links, das herz meines mannes schlaegt also auf meiner ohrhoehe... und es schlaegt schnell. hier ist jemand eindeutig sehr aufgeregt. und angeregt.

kurz darauf kuessen J. und ich uns das erste mal, und sie kuesst sehr weich, zaertlich, erkundend, im gegensatz zu den fordernden kuessen des grossen mannes, die ich ganz besonders geniesse, weil wir viel zu lange nicht rumgeknutscht haben. so stehen wir eine ganze weile zu dritt eng umarmt und hin- und herknutschend im wohnzimmer, streichelnd, fuehlend, einander erkundend, und das einzig komische daran ist, dass es sich ueberhaupt nicht komisch anfuehlt. im gegenteil. irgendwie fuehlt sich J. fuer mich einfach als eine erweiterung des "uns" an, ganz natuerlich mitgekuesst und mitkuessend, mitgestreichelt und mitstreichelnd. puzzleteil. klick.

mittlerweile hat der grosse mann uns unserer oberteile entledigt, haende und muender erkunden brueste, und als ich irgendwann mal bewusst zu ihm hochschaue, sehe ich ein rundumlaecheln, dass mir sagt, dass heute er das kind im bonbonladen mit der freien auswahl ist. "haette ich keine ohren, wuerde ich jetzt im kreis grinsen", freut er sich (und dieses seelige grinsen wird den rest des abends anhalten, bis es von einem tiefenbefriedigten laecheln abgeloest wird ;D )

"ich muss nochmal ins bad, macht ihr es euch doch schonmal bequem", loest der grosse mann die zugegebenermassen etwas seltsame herumsteh-situation auf. wir ueberlegen kurz ob bett (bequem, viel platz) oder sofa (waermeres zimmer), entscheiden uns fuer das bett, die klamotten bis auf unterhose fliegen in die ecke und schon liegen J. und ich ineinander verhakt knutschend und schmusend im bett. auch hier wieder, ohne dass sich irgendetwas komisch anfuehlt. ich haette nicht gedacht, wie weich sich frauen anfuehlen... was ich aber merke: es ist super angenehm und schoen, um das aber in lust umzuwandeln, brauche ich den mann an meiner seite. bzw. mit im bett. wo er kurz danach auftaucht und sich sichtlich freut, uns knutschend und streichelnd vorzufinden.

was folgt, ist ein total harmonischer flow, wo ich die einzelheiten gar nicht mehr so zusammenbekomme, sich aber einfach eins aus dem anderen ergibt. jeder streichelt jeden, J. und ich blasen abwechselnd den schwanz des grossen mannes, muender erkunden koerper... ich fuehle J. und ihre erregung, wenn mein mann sie fingert, und tatsaechlich springt der funke ueber, das erregt mich wiederum sozusagen by proxy. als ich den schwanz des grossen mannes blase, entledigt mich J. meines slips und fingert mich ... ganz vorsichtig, aber auf den punkt ... aber darauf kann ich mich in dem moment nicht wirklich konzentrieren, weil der mann mit totaler begeisterung in der stimme feststellt, wie geil das ist, dass er hier geblasen wird, waehrend seine frau von einer anderen frau gefingert wird... so wie er die ganze zeit kommentiert, wie grossartig das alles ist :)) ich finde das einerseits extrem anregend und andererseits auch total suess, weil hier offensichtlich gerade wirklich ein traum erfuellt wird - das, was hier abgeht, muss fuer ihn wie weihnachten und geburtstag zusammen und alle erwartungen uebertreffend sein (ok, er mag weder weihnachten noch geburtstag. nehmen Sie's als metapher ;) )

was ich total cool finde, ist, wie J. sich fallen lassen und geniessen kann. und wie geradeheraus ungehemmt sie ist. sie nimmt und gibt einfach, scheint es mir, wie es gerade passt, waehrend beim mir der kopf ja immer an ist und ich schon morgens, wenn ich lust auf den mann habe, ueberlege, ob es denn jetzt angemessen waere, ihm einfach an den schwanz zu packen und loszulegen, oder ob er doch lieber weiterschlafen wuerde (mitlesende maenner: kommentare anyone?).
dementsprechend habe ich auch echt hemmungen bzw. keinen plan davon, eine fremde muschi anzufassen. nicht um des anfassens willen, aber wie? der gesunde menschenverstand sagt: wie die eigene. aber das waere doch viel zu grob? genau so muessen sich maennliche teenies bei ihren ersten erfahrungen mit maedels fuehlen. krass. davon, dass ich irgendwann unerwarteterweise auch neugierig waere, eine fremde muschi zu schmecken, bin ich selber ueberrascht. natuerlich traue ich mich nicht, zu fragen, denke mir aber, dass auf den ersten abend auch nicht gleich alles passieren muss.

irgendwann liegt J. zwischen uns. ich streichele sie und beobachte den grossen mann und sie, waehrend er sie hart fingert, und oh, ich weiss genau, wie sich das anfuehlt, und kann ihre reaktionen total nachvollziehen. und ich finde es total spannend, dem mann dabei zuzuschauen ... wenn er das mit mir macht, habe ich gewoehnlich die augen zu ^^
nachdem das bett etwas nass ist und der grosse mann tatsaechlich noch etwas mehr grinst, schmunzelt J. mich an: "schau mal, wie stolz er guckt. nach dem motto 'ich war das! ich hab das gemacht!'", und ich kann nur loskichern und stelle fest, wir koennen auch total gut zusammen lachen. auch gern ein bisschen ueber den grossen mann. der dann ein bisschen beleidigt guckt. aber dafuer immerhin von gleich zwei frauen beschwichtigt wird.
die stimmung ist ingesamt total geloest und die luft knistert vor sex, aber auch vor komplettem wohlfuehl.

"boah ich hab total bock auf ficken", meint J. "mach doch", sage ich und sie fragt, ob es okay waere, wenn mein mann sie vor mir voegelt? ich lausche wieder kurz in mich hinein - und es ist okay. total okay. und, worauf ich selber gespannt war und meine reaktion nicht einschaetzen konnte: es macht mir spass, den beiden zuzuschauen. (ich hatte bedenken deswegen, wenn ich fremde leute in clubs oder so ficken sehe, finde ich das meist eher abtoernend; meine voyeuristische ader ist nicht sehr ausgepraegt). aber hier, in dieser situation, in diesem miteinander, ist es einfach schoen. ich schaue also einfach zu, streichele beide und kuesse J. und ihre brueste...

dann liegt sie wieder zwischen uns, in meinem arm, ich halte sie waehrend der mann sie fingert bis sie kommt, und dieses beben zu spueren ist der hammer. die erregung uebertraegt 1 zu 1 auf mich. ich kann jetzt ein wenig verstehen, warum maenner so scharf darauf darauf sind, frauen zum kommen zu bringen ^^

nach kurzem durchatmen meint sie "jetzt bist du aber mal dran", und dann liege ich zwischen den beiden, und der grosse mann fingert mich, bis ich abspritze, legt sich dann meine beine ueber die schultern und fickt mich tief durch, waehrend J. mich streichelt und kuesst und es ist einfach ... wow.
"wem gehoerst Du?" fragt er, waehrend er mich fickt - "dir. nur dir", antworte ich und sehe, dass er dabei blickkontakte zu J. schickt. und ich wuerde echt gern wissen, welche nonverbale kommunikation da gerade laeuft...

und dann... dann nehmen wir uns zu zweit mit haenden und muendern den grossen mann vor, und ich sage mal so - so eine erregungskurve bekomme ich alleine nicht hin. es ist einfach nur geil, ihn so abgehen zu spueren. nachdem er in einem heftigen orgasmus in meinem mund gekommen ist (spaeter schmunzelt er mich an: 'mein sperma wolltest du wohl nicht teilen, was?' - aber daran habe ich in dem moment tatsaechlich nicht gedacht, mich hat seine reaktion in dem moment selber mit weggefegt), liegt er mit herzrasen und nach luft japsend zwischen uns, woraufhin J. grinsend mehr ausdauersport empfiehlt. er nimmt uns total gluecklich laechelnd beide in die arme und bedankt sich sichtlich im 7. himmel, jede legt ihren kopf auf einer seite auf seine brust und wir lassen den moment nachklingen....

die stimmung geht ins relaxte ueber. wir streicheln, fassen an, reden ueber alles moegliche, lachen, wir maedels necken den mann (alleine wuerde ich jetzt nicht so frech sein, aber zu zweit macht das echt spass) und es liegt naehe und zaertlichkeit in der luft.
bis dann irgendwann der hunger so gross wird und es auch schon so spaet ist, dass wir uns aus dem bett pellen, alle zusammen noch eine kleinigkeit essen gehen und J. noch schnell nach hause fahren, uns zum abschied kuessen und auf jeden fall wissen, dass wir das in irgendeiner form weiterfuehren werden.

epilog

zu hause nimmt der grosse mann mein gesicht in seine haende, schaut mich an und sagt sehr bewegt "danke. danke, dass du das zugelassen hast", und ich weiss, das war jetzt nicht nur die erfuellung einer maennerpornophantasie. der abend hat ihn so weggeflasht, dass er noch am naechsten tag voellig euphorisch ist.

ich kann nach dem turbulenten wochenende erwartungsgemaess wenig schlafen, aber das war es wirklich wert.

und dann der sex am naechsten tag ... whoa ... also, wenn das die auswirkungen sind, dann kann ich allen nur raten: leute, macht mehr liebe zu dritt. es lohnt sich. wirklich ^^


input overflow II - pt.1

tl;dr: allgemeine gedanken und ein emotionales achterbahnwochenende mit streit, versoehnung, einem spieldate, einem schlaginstrumentetest und einem dreier (der aber im naechsten post. wurde sonst zu lang zum lesen).

prolog

der grund, warum ich hier so wenig schreibe, ist eigentlich, dass es viel zu viel zu schreiben und viel zu wenig zeit dafuer gibt. dann sind die ereignisse schon wieder vorbei, oder werden durch neue ueberlagert, und es ergibt einfach so einen grossen schreibrueckstau, dass es voellig blockiert.

ich koennte zb. mal wieder ueber playdates mit H. schreiben. der meinte, als ich ihm erzaehlte, dass ich nun wieder in ruhigeren fahrwassern bin und abends auch mal mehr zeit habe: "fein, dann koennen wir ja mal wieder ueber etwas komplexere szenarien nachdenken". und setzt das natuerlich auch gesagt getan phantasievoll, macgyver-like und wie immer sehr geil um.

ich koennte darueber schreiben, dass ich einen neuen spielkontakt, N., kennengelernt habe. wir haben uns ueber den matcher der einschlaegigen plattform kennengelernt, irgendwas funkte da, und wir haben uns bisher zweimal zum spielen getroffen. mit ihm laeuft bdsm so voellig anders als mit H. oder dem grossen mann. so eine art sm mit gespieltem ds-anteil, im spiel verteilter haue und extrem viel koerperkontakt. das ist megaspannend, sehr geil und definitiv einen eigenen blogbeitrag wert. ausserdem kuesst er toll und kocht goettlich.

ich koennte von einem wirklich skurrilen besuch auf einer playparty im basement des insomnia erzaehlen und vom traurigen bdsm-club-sterben in berlin.

ich koennte aber auch ueber die schwierigkeiten schreiben, die sich daraus ergeben, wenn zwei eigentlich sehr autarke personen ein gemeinsames leben beginnen, und das auch noch mit machtgefaelle und kind. wie sich fuer mich gerade wegen des machtgefaelles streitereien als eher schwierig gestalten. wie sich verletzungen ergeben, weil zwei menschen jeweils das gefuehl haben, von dem anderen nicht genug als geliebter partner wahrgenommen zu werden und darauf beide mit rueckzug reagieren. das waere auch einen langen blogartikel wert. und das ist auch der einstieg in das letzte wochenende.

nach einem schwierigen freitagabend, an dem kumulierte gegenseitige (im nachhinein betrachtet mal wieder durch ein paar mehr geprochene worte vermeidbare) missverstaendnisse zu einem getrennten ins bett gehen und frust auf beiden seiten fuehren, beginnt der samstag in eisigem schweigen, bis irgendwann beim grossen mann die daemme brechen und sich ein heftiges gewitter an vorwuerfen ueber mir entlaedt, welches mich verletzt, ratlos und mit den traenen kaempfend zuruecklaesst. wir koennen die situation halbwegs klaeren. meine stimmung ist jedoch auf dem nullpunkt. abends bin ich eigentlich mit N. fuer unser zweites playdate verabredet. angesichts der stimmung, und da einer der vorwuerfe fehlende naehe bzw. zu viel abwesenheit meinerseits war, sage ich den termin erstmal halb ab bzw. setze ihn auf hold.

im laufe des tages taut der umgang zwischen uns langsam wieder auf. der grosse mann grummelt irgendwann nicht mehr und ich habe mich, nachdem ich das kind zum papa-wochenende gefahren und im auto laut musik gehoert habe, auch wieder halbwegs im griff. ich bin noch in etwas indifferenter stimmung, aber habe den plan, am abend den kopf freizubekommen und mir das playdate mit N. nicht mit meiner stimmung selbst zu versauen, da der grosse mann mir wiederholt sagt, dass ich den abend nicht absagen soll.

der plan gelingt. es wird ein tolles date mit leckerem essen, interessanten gespraechen, überraschenden wendungen, naehe, haue, rotwein und rumknutschen. ich habe spurenmaessig diesmal noch um nachsicht gebeten, da wir ja zu hause noch die neuen schlagwerkzeuge testen wollen, was auch super gelingt. allein dieser abend waere auch einen eigenen eintrag wert...

als ich gegen mitternacht nach hause komme, erwartet mich der grosse mann auf dem sofa sitzend, sport schauend. ich setze mich auf den teppich vor ihn, trinke ein bierchen zum runterkommen und schaue erstmal mit. nach dem sport schaltet er den fernseher aus und fragt: "und, wie war's?" - ich erzaehle einen kurzen abriss des abends und mein mann ist verbluefft, dass auch das zweite date nicht zu sex gefuehrt hat. diese verblueffung ist spannend, verbindet sich doch auch fuer ihn verhauen nicht automatisch mit sex - aber ok, anderes thema.

und jetzt erzaehlt er mir auch von seinem date am vorabend. er erzaehlt sehr begeistert von J., die er ueber joy kennengelernt und gestern erstmals getroffen hat. J. waere bi, faende unser partnerprofil auf joy nett und wuerde mich gern kennenlernen, erzaehlt der grosse mann. nun moechte er (wie gefuehlt jeder mann bisher) schon seit einer weile mich mal in aktion mit einer frau sehen. was schwierig ist. ich bin nicht bi und kann die meisten frauen sowieso nicht leiden, weil sie in irgendeiner form stress machen oder einfach unsympathisch sind. dazu kommt, dass ich mit joyclub als plattform ueberhaupt nicht klarkomme und die meisten profile, die der grosse mann mir bisher gezeigt hat, zudem genau das waeren, wo ich selber sofort wegklicken wuerde. sich unverbindlich auf einer party kennenzulernen, kann ich mir trotzdem vorstellen, und so verbleiben wir erstmal.

"ich knie seit einer stunde vor dir und habe immer noch kein halsband um..." merke ich irgendwann an. "das kannst du doch auch selber holen", meint der grosse mann, holt dann aber das neu erworbene halsband, eine variation, mit der man auch in die oeffentlichkeit kann, ohne dass es allzu offensiv ist. und das ich von nun an immer tragen werde, wenn ich mich mit anderen maennern date. ich trage es in dieser nacht zur probe, und mit dem blowjob zum einschlafen ist die fehlende naehe zwischen uns gaenzlich wiederhergestellt.

plot twist

der naechste morgen beginnt mit einem weckblowjob und einem ausgiebigen slowmotionfick, den wir nur wegen fruehstueckshunger abbrechen und den rest auf spaeter verschieben, und mit einer sehr netten chatnachricht von J. an mich ueber das telefon meines mannes. die beiden texten nach dem fruehstueck weiter hin und her, J. geht heute noch auf eine kuschelparty, ob wir evtl mitkommen wollten? ich googele das schnell und bei der vorstellung, mit wildfremden leuten gruppenzukuscheln, bekomme ich sofort stresspickel. mit einer ausgepraegten aversion gegen koerperkontakt mit fremden, einem kind im kuschelalter und taeglichem BVG-fahren in vollen zuegen ist man eher froh, wenn man mal nen sicherheitsabstand von 1,5m zu allen leuten hat. nunja, bei uns als paerchen waere das einfach (haha, offensichtlich auch nicht immer ^^), aber als single haette sie halt eher kuscheldefizit, textet J. zurueck.

"meine erste reaktion waere grad 'dann komm doch her' gewesen", meint der grosse mann. ich lausche kurz in mich rein und denke mir - warum eigentlich nicht? gut gelaunt und frisch gefickt bin ich grad und wenns nicht passt, ist auch wurscht, abbrechen kann man eh oder die beiden kuscheln eben allein. gerade kennenlerntechnisch bin ich ja eh fuer schnelle loesungen.

"mach doch", sage ich also. "wirklich??" fragt der mann sichtlich erstaunt mit grossen augen. "klar, warum nicht.", und kurz darauf sind wir fuer nachmittags verabredet.

komischerweise bin ich null nervoes. sonst habe ich bei den plaenen den grossen mannes bezueglich irgendwelchen dreier- oder viererkonstellationen immer eher stress mit der vorstellung, welche erwartungen er an mich stellt, ob ich die erfuellen kann und wie die gesamtgemengelage sein wird (was sich, bei den bisherigen versuchen, diesbezueglich etwas anzuleiern, als durchaus gerechtfertigt herausgestellt hat). heute bin ich dagegen voellig erwartungsdruckfrei. vielleicht, weil wir in meinem revier sind. vielleicht auch, weil die beiden scheinbar schon irgendeinen connect haben, und ich da gar nicht zwangslaeufig mit rein muss. notfalls sollen die halt allein kuscheln, denke ich mir.

aber erstmal haben wir sowieso noch etwas vor: den test der neuen schlagwerkzeuge. und weil ich darum gebeten habe, zusaetzlich noch den test aller teile aus seinem arsenal, die ich noch nicht kennengelernt habe. wir haben eine neue, kleine single tail gekauft und ein kleines, schmales, fies aussehendes leder...dings, also eigentlich eher ein schmaler harter lederstreifen mit griff, zu dem die verkaeuferin bei mc hurt (toller laden uebrigens, sehr zu empfehlen) sagte: "der ist richtig fies. wird nicht umsonst auch sklaventreiber genannt". vor letzerem habe ich tatsaechlich auch ein wenig schiss.

"bitte" - deutet der grosse mann mit einladender geste auf den rand des sofas, nachdem er saemtliche werkzeuge auf dem tisch drapiert hat. ich beuge mich ueber die lehne es folgt ein buntes "tasting" quer durch die auswahl, wobei herauskommt, dass einige sachen eher fuer die show sind, wie z.b. bedauerlicherweise die neue single tail - die macht zwar viel laerm und das ausholen damit sieht spektakulaer aus, wehtun tut sie aber nicht wirklich. da koennte ich mir aber vorstellen, dass die was fuer frontal waere, wenn man ruecklings am kreuz o.ae. fixiert ist - auf bauch und bruesten braucht man ja eh weniger impact.

die lange dressurgerte ist wie erwartet immer noch das fieseste instrument von allen. bis der sklaventreiber ins spiel kommt. und das teil ist, wie versprochen, echt gemein. schon wenn man damit ueberhaupt nicht viel macht, kommt sehr viel an, und zwar genau der grelle schmerz, der erst kurz nach dem einschlag anfaengt wezutun. scheissfies. scheissgeil. ich will gar nicht wissen, wie sich das anfuehlt, wenn der richtig durchgezogen wird, wenn ich mich so schon keuchend ins sofakissen krallen muss, um den schmerz zu veratmen. praktisch auch, dass der nur eher oberflaechliche spuren macht. wenn man zb. mal noch was vor hat zwei drei tage spaeter. nach ner halben stunde testen bin ich endorphingeflutet, nass, angesext, komplett happy und mein hintern ist schoen bunt eingefaerbt.

und so setzen wir uns (ich seeehr vorsichtig ;D ) aufs sofa und warten auf J. (okay, ein bisschen nervoes bin ich schon und trinke noch eben ein bierchen zur beruhigung)....

(tbc)

Freitag, 31. August 2018

hach...

... so tage, an denen man mit einem permanenten laecheln unterwegs ist und bei jedem hinsetzen, aufstehen oder irgendwo anlehnen an den vorabend erinnert wird ... einfach nur schoen.

ich gehe jedenfalls tiefenentspannt ins wochenende, welches eine fahrt nach Hamburg in nicht ganz so angenehmer angelegenheit erfordert, dadurch aber gelegenheit bietet, der frau morphine mal wieder kurz hallo sagen zu koennen :)

ich wuensche ein wunderschoenes wochenende allerseits!


Mittwoch, 22. August 2018

genau da.

so viel ist passiert. wir haben die neue wohnung endgueltig gemeinsam bezogen, die wohnung in der anderen stadt ist geraeumt, der neue job des grossen mannes in B hat begonnen. wir sind also endgueltig hier angekommen. vielleicht waere auch noch zu erwaehnen, dass der grosse mann jetzt auch mein verlobter ist. wie genau er das hinbekommen hat, weiss ich nicht, aber ich, die absolute heiratsgegnerin, habe ja gesagt. vielleicht auch, weil bei dem gedanken und gefuehl, ihm zu gehoeren, sowieso nicht mehr wirklich etwas dagegen sprach. jedenfalls freue ich mich tierisch darauf, seine frau zu werden... geplant ist naechstes jahr mai, denn eigentlich boete sich zwar der jahrestag an, aber der ist im winter, und wenn ich schon heirate, dann zwar bitte im ganz kleinen kreis ohne tamtam, aber bitte nicht im wintermantel bei glatteis ^^

was allerdings bei dem ganzen stress mit umzug, jobwechsel und hin und her sehr kurz kam, war das WIR, halt kuessen, kuscheln, sex und bdsm. an dem tag, an dem wir seine alte wohnung ausraeumten und er mit abgabe des alten dienstwagens auch seinen alten job endgueltig hinter sich liess, dachten wir, jetzt wuerde endlich mal eine woche mit zeit fuer uns anbrechen, denn wir hatten den rest der woche beide urlaub. endlich mal loslassen koennen ...

stattdessen bekam der grosse mann genau an diesem tag einen anruf in einer privatangelegenheit, der es richtig in sich hatte und einen rattenschwanz an konsequenzen nach sich zieht, der noch nicht ganz absehbar ist. und weil es nun erstmal wichtigeres zu bedenken galt und mein mann fuer sex & co sowieso eher geloester stimmung sein muss, nun aber den kopf vollhatte, rueckte die aussicht auf mehr intimitaet erstmal wieder in den hintergrund. (bei mir ist das andersrum, ich bekomme _durch_ eine session den kopf total frei - aber ich befinde mich ja auch auf der passiven seite. ich kann mir sozusagen den kopf freispielen lassen und muss gar nicht schon mit einem grundgedanken oder einer grundidee anfangen. grosser vorteil.)

mein problem dabei: in meiner erfahrung ist das zurueckgehen der intimitaet (von meiner seite aus) ein zeichen dafuer, dass ich keinen bock mehr auf den mann habe. und obwohl ich objektiv wusste, dass es nicht so ist, fuehlte ich mich mich subjektiv zurueckgewiesen, ungewollt. obwohl ich ihm eigentlich einfach die zeit geben wollte, die er braucht, und einfach fuer ihn da sein wollte, ohne zu nerven, verlor ich langsam aber sicher die kontrolle ueber mich und wurde zunehmend zickig und launisch. was mich selber tierisch nervte. denn in der zwischenzeit wurde unser neues zuhause schoener und schoener, wir planten unsere hochzeit und wir konnten endlich jeden abend nebeneinander einschlafen und morgens nebeneinander aufwachen.

Was die sache nicht besser machte, war, dass ich neben der runtergefahrenen intimitaet ja noch die zweite baustelle habe: er hat mich angefixt, mir einen ganz kleinen ausschnitt dessen gezeigt, wie sich bdsm in diesem rahmen anfuehlen kann ... und nachdem das nun endlich ohne heimlichkeiten und fremdgehen moeglich ist, will ich mehr. ich will so viel ausprobieren. mich ausprobieren. er hat mir ja gefuehlt jahrzehnte ausgiebige erfahrungen voraus. ich dagegen fuehle mich gerade wie das kind, das mit leuchtenden augen vor dem bonbonladen steht und das erste mal selber rein darf.

das dilemma: ich koennte ja anderweitig spielen gehen. aber - ich will nicht, bzw. ich konnte nicht. die situation, mich die ganze zeit zurueckhalten zu muessen, senkte meine libido ins bodenlose. ich hatte einfach ueberhaupt keinen bock mehr auf irgendwen ausser ihn. ich weiss, ich kann jederzeit selber sex initiieren. aber das ist einfach nicht das selbe, als wenn mich der grosse mann von sich aus will.

dann kam auch noch eine woche urlaub mit kind und ex dazwischen, geplant und gebucht letztes jahr, noch bevor ich den grossen mann ueberhaupt kennenlernte. ich wollte eigentlich gar nicht mitfliegen, aber gewisse umstaende (die sich dann vor ort in luft aufloesten ... grrrrrr) machten es vermeintlich noetig, so dass ich doch, wenn auch verkuerzt, mitflog. ich vermisste meinen mann so unglaublich. all die stunden am meer, die lauen abende, wo ich mir dachte: warum bist Du nicht hier?.

und dann kam endlich der rueckkehr-tag. ich war voellig hibbelig. ihn endlich wiedersehen!! ich war frueh zu hause, konnte also erstmal urlaubswaesche durchwaschen, mich vorsichtshalber fickbereit machen und ging dann noch eben einkaufen. als ich wiederkam, war die tuer nicht abgeschlossen, und Sie koennen sich nicht vorstellen, was fuer ein herzklopfen ich hatte ... (damit hatte ich selbst nicht gerechnet, dass das immer noch so gut klappt ^^)
die begruessung war kurz und herzlich, dann ging der grosse mann aber zur tagesordnung ueber. er duschte, ich kochte, er setzte mich ueber neuigkeiten in der doofen angelegenheit ins bild, wir assen, tranken wein, quatschten ein bisschen, sassen auf dem sofa und scrollten unsere timelines durch. und ich dachte mir - ok. es ist halt noch nicht so weit. obwohl ich ein paar mal meinte, dieses kribbeln zu spueren ... aber es geschah: nichts.

irgendwann sass ich mit fon auf dem sofa, und in dem moment, als der grosse mann aus dem zimmer ging, spuerte ich das kribbeln wieder, diese besonderen schwingungen, bei denen sich die nackenhaerchen aufstellen. ich hoerte ihn im schlafzimmer. hoffte. merkte wie mein puls hochfuhr. er kam wieder, setzte sich aufs sofa. mit dem halsband in der hand.
"du hast viel zu lange nicht mehr gekniet..."

diese stimme. dieser blick..... ich schaue Dich eine sekunde an, kniee dann mit einer bewegung vor Dir, senke den kopf, schliesse meine augen und hebe meine haare, um Dir meinen hals darzubieten. mein herz rast, und als Du das leder befestigst, fuehle ich drei dinge: liebe, geborgenheit und eine so grenzenlose erleichterung, dass es mir die traenen in die augen treibt.

(was erstmal ausbleibt, ist: der sexuelle kick. mein koerper hat scheinbar in den letzen wochen gelernt, vorsichtshalber erstmal nicht zu reagieren... )
ich schaue ihn laechelnd an, der grosse mann erwidert das laecheln nicht und deutet mit einem kopfnicken auf seinen schwanz. ich beuge mich vor und beginne ihn mit dem ganzen aufgestauten hunger und verlangen zu blasen. ich habe ihn so vermisst... "wem gehoerst du?", fragt er. "Dir", antworte ich. "wem willst du gehoeren?", fragt er. ich schaue ihn an. "nur Dir", antworte ich, und nichts koennte sich richtiger anfuehlen als diese worte.
zwischendurch legt er immer wieder eine hand an meinen hals, drueckt mit der anderen meinen kopf auf seinen schwanz und erzwingt ein deep throat... was herausfordernd ist. was er natuerlich genau weiss: "gemein nach dem essen, hm?" ... grrr. ja. gemein. "hände auf den ruecken", macht er das ganze noch schwieriger (aber natuerlich auch geiler), aber ich brauche meine ganze konzentration um gegen den wuergereflex anzuarbeiten. was bedeutet: mein kopf kann weiter nicht abschalten, obwohl ich wirklich einfach nur lust auf ihn habe.

"stell dich hin. zieh dich aus", sagt er irgendwann. ich stelle mich vor ihn. "setz dich drauf", sagt er, und ich folge der anweisung und mist, ich merke, dass ich so gut wie gar nicht feucht bin. "hmmmm, so trocken?", fragt er mich, und zack hat er mein selbstwertgefuehl aktiviert, das gefuehl, sexuell nicht zu genuegen, und ich schelte mich innerlich, dass mein koerper mal wieder nicht tut, wie er soll und ueberhaupt... schuldbewusst feuchte ich meiner finger an und will nachhelfen. "das geht auch ohne", haelt er mich ab, und normalerweise ja, klar, aber heute haenge ich, bei ueber 30°C irgendwie schwitzend an dem sofa und seinen schenkeln festgeklebt, fest und kann mich nicht so bewegen wie ich will und es funktioniert alles nicht wie es soll. ich wurschtele also eher verpeilt auf ihm herum, und dann -aaaaaaah- kneift er mit schmackes meine nippel. ich zucke zusammen. er kneift nochmal zu. der schmerz ist echt fies. aber mein koerper, dieser verraeter, reagiert nun doch endlich mal.

leider bin ich zu sehr zusammengezuckt. sein schwanz steckt nicht mehr in mir. "nimm die haende hinter den kopf", sagt er, waehrend ich mich wieder auf ihn setze, und dann, fast beilaeufig: "und wenn du mich nochmal rausschmeisst, tue ich dir richtig weh". und zwar in einem knochentrockenen ton, der mir klar macht, jede widerrede oder zuwiderhandeln waere an dieser stelle echt fatal. bäm. das sitzt. und klack, legt sich bei mir der schalter um. endlich. mein koerper faengt innerlich an zu vibrieren, als ich mich auf ihm bewege. "geht doch...", kommentiert mein herr.

"du nimmst jetzt dein glas, holst dir noch was zu trinken, gehst rueber und kniest dich aufs bett".
das einzige, was mein kopf jetzt noch denkt, ist wirres zeug wie "oh mein gott, soll ich jetzt auch sein glas nachfuellen oder nicht, seins ist doch noch halb voll, was ist jetzt richtig??" - kurzum, ich bin komplett "drin". ich klettere mit zittrigen beinen von ihm, entscheide mich dafuer, beide glaeser mitzunehmen, lasse in der kueche vor nervositaet fast eine flasche wasser fallen, aber schaffe es dann doch unfallfrei, beide glaeser zu fuellen.

ich begebe mich ins schlafzimmer und tue, wie mir geheissen. ich knie mich aufs bett und warte. hoere ihn hinter mir den schrank mit den schlaginstrumenten oeffnen. ich weiss nicht, was er nimmt. er naehert sich mir, mein atem geht schneller, ich lege den oberkoerper auf dem bett ab und strecke den hintern hoch. kurz passiert gar nichts. er laesst mich zappeln. dann hoere ich den ton der verhassten (und geliebten) dressurgerte, wenn sie durch die luft faehrt... allerdings nur den ton, ohne mich zu treffen. er tippt meinen hintern nur an. dieses spiel wiederholt sich ein paar mal und verdammt, natuerlich weiss er genau, wie sehr er mich damit hochfaehrt, wie ich mit jedem antippen mehr den ersten schlag erwarte und befuerchte.

der bleibt aber erstmal aus, stattdessen greift der grosse mann zum flogger. ich entspanne ein wenig. und dann faengt er an. erst langsam. weich. zum warm werden. ich schnurre vor mich hin und geniesse. zwischendurch seine haende, die meinen hintern streicheln. er bleibt unter der schmerzgrenze, es fuehlt sich einfach toll an, ich koennte das stundenlang weiter geniessen und merke, wie ich mich immer weiter hineinfallen lassen kann. ich liebe das gefuehl der weichen lederriemen auf meinem koerper, ich liebe das geraeusch, welches sie machen, wenn sie durch seine hand gleiten, bevor er ausholt. es hat etwas meditatives, denn auch wenn das teil durchaus auch wehtun kann, ist es in erster linie ein absolutes wohlfuehlinstrument.
dann macht er erstmal pause und ich bekomme einen schluck wasser. ich schaue ihm zu, wie er die kurze peitsche aus dem schrank holt. ich liebe auch dieses teil, wenn auch aus ganz anderen gruenden. ich atme durch, lege den oberkoerper wieder ab und hebe meinen hintern. "brav", sagt er und beginnt auch wieder kurz leicht, dann schnell intensiver werdend meinen hintern mit praezisen schlaegen weiter zu bearbeiten. mein atem geht tiefer, mein focus ist komplett bei ihm und bei dem gefuehl der peitsche auf meinem hintern. langsam geht es ueber die schmerzgrenze. bei zwei, drei gezielten schlaegen muss ich schon etwas tiefer einatmen und kralle mich ins bettzeug (diese habe ich auch jetzt noch als spuren auf meinem hintern ^^). ich bin so tief eingetaucht wie lange nicht...

...

und dann klingelt das telefon. das kind ist noch im urlaub. und auch wenn ich kurz erwaege, es einfach klingeln zu lassen... waere es egal.
der magic moment ist vorbei.
shit. shit!! ich gehe also ran, sage kurz dem kind gute nacht und gehe dann zurueck ins schlafzimmer. "jetzt bist du raus, hm?" fragt er und ja. ich koennte vielleicht wieder reinkommen, aber wir sind wohl eher beide raus. da aber auch alles andere in letzer zeit zu kurz kam, verlegen wir uns kurzerhand auf kuscheln, blasen und rummachen auf dem bett, bis er mich greift, auf den bauch dreht, fest meinen nacken packt und meinen kopf in die kissen drueckt, um mich mit der anderen hand von hinten hart zu fingern. ich weiss gar nicht, was geiler ist, seine finger in mir oder seine hand in meinem nacken... kurze zeit spaeter liege ich keuchend neben ihm (es sind immerhin immer noch ueber 30°C, mithin so gar kein sexwetter, eigentlich...), und ich will mich an seinen hals kuscheln, aber er haelt mich so fest, dass ich nicht zu ihm hochrutschen kann, ein stueck unterhalb von ihm liege und meinen kopf nur an seine seite legen kann. und irgendwie passt das in dem moment wunderschoen. weil es mich physisch an meinem platz haelt.

dann liegen wir eine lange weile einfach nur eng aneinandergeschmiegt da und geniessen wortlos gegenseitige streicheleinheiten. "jetzt bin ich wieder zu hause", sage ich leise, und: "schoen", antwortet der grosse mann.

"wir haben noch wein", meint er nach einer weile, und wir lassen den restlichen abend bei wein und einem einen film ausklingen. mein mann auf dem sofa, ich vor ihm auf dem teppich, den kopf an seine beine gekuschelt, seine hand sanft meine schulter streichelnd. und alle zweifel sind wie weggeblasen. ich bin da wo ich hingehoere. genau da. und will nirgendwoanders sein.

Freitag, 8. Juni 2018

schon deutlich...

gerade bei Frau Laterne gesehen und den test aus langeweile auch gemacht: bdsmtest.org

jo. passt schon.