Freitag, 5. November 2021

free. and curious...

 

Das Schlimmste waren ja die unbeantworteten Fragen. Die mich quaelten, nicht schlafen und nicht atmen liessen. Warum nur? Was war passiert? Es hiess doch immer durchhalten, alles wird anders, ich liebe dich noch - und dann doch nicht? Diese Gruebeleien, sie machten mich fertig. Was hatte ich falsch gemacht?
An einem verheulten Sonntagmorgen, der grosse Mann weilte irgendwo anders in der Republik, fragte ich per Messenger nochmal an, ob es was geholfen haette, wenn ich in einer bestimmten Situation (da war es schon sehr verfahren, die Mauern Meilen hoch und ich konnnte schon selbst nicht mehr aus mir heraus) nochmal zugaenglicher gewesen waere. Und ploetzlich und unerwartet bekam ich Antworten. Bzw nein, keine Antworten, aber die eine entscheidende Antwort. Verklausuliert zwar, aber klar verstaendlich. Da war keine Liebe mehr. Kein Interesse. Schon lange nicht. Und DAS war genau das, was ich hoeren wollte, musste. DAS war genau das, was ich schon sehr sehr lange fuehlte, was aber immer abgestritten wurde. DAS war das, was ich selbst fuehlte gegenueber diesem Mann, der nichts mehr mit dem Mann zu tun hatte, den ich einst kennen lernte, bei dem mich aber immer noch die Hoffnung hielt, dass die einstige grosse Liebe noch irgendwo da drin schlummert und alles irgendwie... gut wird. Und das war etwas, womit ich arbeiten konnte, denn dass Liebe verschwindet, das ist etwas ganz normales, es passiert halt, dafuer kann man niemanden verantwortlich machen. Und wenn man dann keine jahrelange gemeinsame Basis hat, auf die man zurueckfallen kann - dann bleibt halt nicht mehr viel uebrig. Das ist dann traurig, aber - so ist das Leben eben.

Ich ging wie betaeubt in den Garten, demontierte das Trampolin des Kindes fuer den Winter, fuhr abends, halb blind von Traenen, nach Hause, setzte mich aufs Sofa, trank eine komplette Flasche Rotwein und heulte mich dabei komplett leer, vielleicht schrie ich dabei auch ein bisschen wuetend unser gemeinsames Foto an, schlief dann 10 Stunden komatoes und danach - danach war es ...gut! Es war, als haette sich ein dicker und verwirrter Knoten geloest. Es ging und geht mir seither wesentlich besser, mein Bauch, Herz und Kopf sind seit langer, langer Zeit mal wieder im Einklang miteinander, ich kann frei durchatmen und aufrecht gehen und ... ich kann wieder laecheln. Jetzt bin ich frei. Seit diesem Moment ist auch das Beduerfnis weg, allabendlich mit unanstaendigen Mengen Alkohol dieses fuerchterliche Gefuehl zu betaeuben. Und ich bin dem grossen Mann wahnsinnig dankbar dafuer, diese Situation endlich aufgeloest und damit diese Quaelerei beendet zu haben. Ich waere sicherlich auch so irgendwann darueber hinweg gekommen, aber es haette sehr, sehr viel und schmerzhafte Arbeit bedeutet.

meanwhile ...

... habe ich, aus einem Impuls heraus, weil mich eine Geschichte besonders beruehrte, einem BDSM-Geschichten-Autor, den ich schon sehr lange lese und als Autor verehre, den ich aber bisher nie getraut haette anzusprechen, ein Kompliment fuer sein Profil und seine Geschichten gemacht. Ich haette mit keiner Antwort gerechnet, bekam aber zwei Tage spaeter Antwort mit dem Vorschlag, ihm doch einfach telefonisch Gesellschaft zu leisten, er fuehre jetzt ne ganze Weile Auto. Nun bin ich ja immer noch keine grosse Telefoniererin, aber was solls, ich sagte zu und rief an. Und so telefonierten wir spontan eine knappe Stunde lang quer durch Berlin, ohne dass es irgendwie langweilig wurde. Kurz darauf hatte ich unverhofft einen Nachmittag frei, und da wir uns lose auf einen Kaffee "irgendwann mal" verabredet hatten, fragte ich an. Er hatte Zeit, und wir verabredeten uns zum Essen. Der Autor ist nicht mein Typ optisch, aber sehr charismatisch, unterhaltsam und - hat den urberlinerischen direkten Humor, den ich mag und der so in voelligem Kontrast zu seinen Geschichten steht.
Wir redeten geschlagene vier Stunden lang ueber Gott und die Welt, Beziehungen, Kindererziehung und Pubertaet, BDSM, Empathie, Forstwirtschaft und was weiss ich nicht alles, und danach waren wir verabredet. Ich werde ihn zu einer Party begleiten.
Einer BDSM-Party.

Voellig verrueckt.

Es gibt dort eine Sklavenauktion. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich da mitmachen will, aber ich bin mir sicher, dass ich in diesem Fall einen ganz hervorragenden Aufpasser an meiner Seite haette. Bei den "Auktionen" wird man fuer 40min "ersteigert", den Erloes kann man behalten oder an eine gemeinnuetzige Organisation spenden, und dann "gehoert" man fuer 40min dem Ersteigerer. Dafuer fuellt man vorher einen "Neigungsbogen" aus, auf dem wohl drauf steht, was man so mag (den gibt es natuerlich nicht im Internet vorher, da wird viel Heimlichtuerei drum gemacht), aber auf jeden Fall hat sich der Ersteigerer daran zu halten, was dort drauf steht - das klingt fuer mich erst mal eher so nach Wunschveranstaltung fuer den/die Ersteigerte. Alles sehr spannend und kickend fuers Kopfkino, aber ich habe keine Ahnung, ob ich das wirklich machen will und werde. Weil, was ist denn, wenn einen jemand ersteigert, den man voll aetzend findet? Wobei - dann kann man natuerlich sicherlich Veto einlegen, es ist ja kein "echter" Sklavenmarkt. Mir ist auch nicht klar, ob das ganze eher Sex-lastig oder eher BDSM-lastig ist.

Bis jetzt sehe ich das so, dass ich dort erst mal als Begleitung des Autors hingehe und wir schauen, wie der Flow zwischen uns ueberhaupt so ist, wir kennen uns ja auch noch nicht im Party-Kontext, haben uns nur einmal getroffen und zwei mal telefoniert, es gab eine kurze Begruessungsumarmung und sonst nix. Wir haben auch noch gar nicht abschliessend geklaert, in welcher Konfiguration wir da eigentlich hingehen. Einfach so oder - im Gefaelle? Dass er mich muehelos auf die Knie braechte, wenn er wollte, war bereits nach ein paar Minuten Treffen klar... Aber ich vertraue ihm, und da weiss ich, dass ich mich auf mein Bauchgefuehl absolut verlassen kann.
Und dann werde ich mir das ganze mit der Auktion und dem Neigungsbogen da mal anschauen, und entscheide spontan und je nach Stimmung bzgl Versteigerung ja oder nein.

Auf jeden Fall ist das alles MEGA spannend und ich bin verdammt neugierig und aufgeregt. Der Autor uebrigens auch, bei solch einer Party war er auch noch nicht. "Ich glaub, du siehst das viel gelassener als ich", meint er zu mir am Telefon. "Das scheint nur so...", antworte ich. Denn auch wenn ich im Vorfeld scheinbar die Ruhe selbst bin, weiss ich doch, dass ich spaetestens Samstag abend, wenn wir bei der Location ankommen, kurz vorm kollabieren sein werde vor Aufregung.

Und wenn es nicht ganz scheisse gewesen sein wird, werde ich hier berichten ^^

Dienstag, 5. Oktober 2021

all over now, baby blue

das mit dem grossen mann und mir - das ist geschichte. also, nicht so richtig, wir wohnen ja noch zusammen, bis das kind im naechsten jahr auf die weiterfuehrende schule geht. aber gemeinsam wird unser weg nicht weiter gehen.

ich habe keine ahnung, was passiert ist, warum das nicht geklappt hat. haben wir uns nicht genug angestrengt? haetten wir mehr tun muessen? haette ich netter sein muessen? weicher? huebscher? juenger? duenner? besser angezogen?

nein, natuerlich ist es das alles nicht, aber dieses nicht wissen warum, das nagt.
auf jeden fall haetten wir mehr, nein, ueberhaupt miteinander reden muessen, aber das konnten wir beide nicht, warum auch immer, und nun scheint es zu spaet dafuer zu sein.

die fuenfwoechige reha, die mich eigentlich gut erholt entlassen hatte, ist gefuehlt schon wieder jahre her und nicht mehr spuerbar.

dem grossen mann geht es schlecht, mir geht es schlecht. ich versuche halt irgendwie noch, die mutter zu sein, die ich halt sein kann, und dem kind einen einigermassen normalen alltag vorzuspielen. wenigstens das klappt halbwegs, auch wenn der sohn mit seinen feinen antennen natuerlich ganz genau spuert, dass ich traurig bin.

fahre ich mit den fingern durch mein haar, habe ich ein ganzes bueschel in der hand. das macht mir langsam wirklich angst. aber es soll ja schoene perücken geben. schlafen? haha, wenn dann nur stueckweise und viel zu oft alkoholinduziert. die zerknuellte frau, die mich im spiegel anschaut, kenne ich nicht. zum glueck habe ich immer noch home office, da stoeren die unkontrollierten heulanfaelle und das teilweise stundenlange leer aus dem fenster starren niemanden.

ich versuche mich abzulenken, rede mit menschen, das tut wirklich gut, und ich merke mal wieder, wie wahnsinnig hilfreich ein soziales netz ist. aus ganz unerwarteten ecken kommen hilfsangebote, man koenne gern mal zum quatschen und essen kommen oder auch zum uebernachten, wenn man mal raus muesste. von leuten vor allem auch, die dafuer selbst ihre kinder stapeln muessten und / oder selber schwere paeckchen zu tragen haben. die wissen, warum. diese waerme zu spueren ist schoen und vermag teilweise das innerliche dauerzittern zu besaenftigen.

trommeln hilft auch, das ist sehr gut, dass ich damit wieder angefangen habe, kurze auszeiten, die komplett den kopf frei machen. ein wochenende mit dem kuschelgefaehrten und die herbstferien mit kind in bullerbue werden auch ein wenig ruhe bringen.


insgesamt herrscht grosse ratlosigkeit. vielleicht ist es ja auch einfach der oktober, der momentan noch so gar nicht golden ist. die zeit wird alles heilen, das tut sie immer. aber bis dahin ist es halt einfach alles scheisse.

Sonntag, 1. August 2021

magic weekend - let's play

Der naechste Morgen beginnt unspektakulaer, aber hoechst angenehm mit einem noch im Halbschlaf begonnenen Morgen-Blowjob und anschliessendem ausgiebigen Morgen-SlowMo-Sex, bis wir irgendwann mal denken, dass es doch mal sinnvoll waere, aufzustehen, wenn man denn noch etwas vom Fruehstuecksbuffet ergattern will.

Beim Fruehstueck werden Plaene fuer den Tag geschmiedet, u.a. die Stadt anschauen, Wellness und, als erster Punkt, der Besuch eines Offline Goth/Fetisch/SM-Shops, mit dessen Online-Instanz ich ziemlich gute Erfahrungen gemacht habe. Wir wollen Schlaginstrumente begutachten und ggf. erwerben, ich braeuchte zudem Ersatz fuer die bei dem letzten Outdoor-Shooting kaputt gegangenen High Heels.

Ausserdem wollen wir natuerlich auch reichlich Zeit auf dem Zimmer verbringen. Da gibt es etwas zu tun. Tags zuvor zauberte der Mann naemlich noch, zu meinem grossen Amuesement, gemischt mit wachsender Besorgnis, allen Ernstes einen metallenen Bodenpranger sowie ein schweres Fesseleisen aus dem Koffer. Die natuerlich ausprobiert werden muessen.

Als wir zur Stadt-Tour aufbrechen, hoffen wir sehr, dass das "Bitte nicht stoeren"-Schild ernst genommen wird, denn das Zimmer sieht aus wie eine Mischung zwischen Puff und SM-Studio.

Bis zu dem Shop sind es nur ein paar Bahnstationen, wir schlendern bei strahlendem Sonnenschein hin (das Wetter ist uns wirklich das ganze Wochenende aeusserst gewogen) und kommen auf die Minute puenktlich zur Oeffnungszeit an. Leider erweist sich der Laden zwar als sehr unterhaltsam, wirklich hochwertiges Zeug ist aber leider nicht zu finden in der Fetisch-/BDSM-Ecke. Alles eher Richtung Plastik und Kunstleder, billig verarbeitet. Und auch von den Schuhen her scheinen in dem Laden eher die Restposten verkauft zu werden. Selbst an Gerten ist nicht viel zu holen, da liegt im Hotelzimmer schon weitaus bessere Qualitaet bereit. Einzig eine Dressurgerte, die er kurz auf meinem Hintern ausprobiert, waere es evtl wert gewesen, mitgenommen zu werden, bleibt allerdings zu meinem leisen Bedauern, aber auch Erleichterung, dort. Mit den Dingern verbindet mich immer noch eine ziemliche Hassliebe.

Kurz vor dem Ausgang erregt dann doch noch etwas die Aufmerksamkeit des Mannes: Eine venezianische Maske wird fuer interessant genug befunden, um mitgenommen zu werden, und so verlassen wir immerhin nicht mit ganz leeren Haenden den Shop.

Nach diesem anstrengenden Shoppingerlebnis spazieren wir ein wenig durch den anliegenden Park und bleiben beim naechstbesten Biergarten mit chilliger Musik und Loungeatmosphaere haengen. Mir schmeckt das Bier schon wieder, wir sitzen, schauen Leute an, quatschen und ueberlegen, was man jetzt noch machen oder anschauen koennte, was eigentlich Quatsch ist, weil, wie wir unisono feststellen, wir eh einfach wieder aufs Zimmer wollen, Dinge tun.

Gesagt, getan, kurz darauf sind wir wieder im Hotel und ich knie, nackt bis auf Halsband, Hand- und Fussfesseln und die venezianische Maske, vor dem Sessel des Mannes und lasse mich durch einen weiteren sehr geilen und ausgiebigen Blowjob dirigieren. Bis er mir das Halsband abnimmt und... es ernst wird.

Der Mann heisst mich auf alle Viere gehen in den Bodenpranger. So was hatte ich noch nicht. Der Grosse Mann hat mich ein zwei Mal fixiert zum Verhauen, aber schnell gemerkt, dass das nicht noetig ist - ich halte auch so still. Oder zumindest so still wie moeglich. Das hier ist ... aufregend. Und kribbelnd. Nettes Detail: Unter dem Ding ist eine Bettdecke ausgelegt, um es etwas bequemer zu machen, und nunja, mit zunehmendem Alter wird frau ja auch zunehmend dankbarer fuer solche Kleinigkeiten ^^.
Zunaechst legt er mir das Halseisen um, dann werden die Fesseln der Hand- und Fussgelenke mit Karabinern in die Bodenoesen geklinkt. Ich haenge nun mit ziemlich gespreizten Beinen, rausgestrecktem Hintern und relativ wenig Bewegungsfreiheit auf dem Praesentierteller. "Alles okay?", fragt er und ich nicke. Und *zack* klatscht die Gerte auf meinen Arsch. Und wie. AUA!

"EY", noele ich los, "von Aufwaermen hast Du wohl auch noch nix gehoert??!!"

Ich kann sein Grinsen nicht sehen, aber ich kann es spueren. Das Ding war volle Absicht und sollte nur meine Aufmerksamkeit aus der Prangersituation raus zu ihm fokussieren. Nunja, die hat er nun auch zu 100%.

Und dann verhaut er mich mit der Gerte nach allen Regeln der Kunst, erst softer, dann haerter werdend, zwischendurch immer wieder seine Hand auf meinem Hintern und an meiner Pussy. Die uebrigens auch das ihre abbekommt. Nochmal: Aua!. Aber auch geil. Irgendwie. Aber auch aua. Wie das halt so ist. Und ich merke den Unterschied von frei und fixiert verhauen werden: Ich kann mich nicht so bewegen, wie ich will. Dadurch kommen die Schlaege wesentlich intensiver an. Ich denke, das koennte ich bis zu einem wesentlich geringeren Schmerzlevel tolerieren, als frei stehend oder kniend. Weil ich irgendwann nicht mehr wuesste, wie ich den Schmerz verarbeiten soll. Aber so, mit Gerte pur, ist das perfekt. Und zur Belohnung werde ich zwischendurch auch ein wenig gefickt. Was ich durch das Halseisen wiederum schwierig finde. Also insgesamt ein sehr zwiegespaltenes Ding mit diesem Pranger. Mithin genau das, was ich mag. Stelle mir vor, dass es noch praktischer (fuer Top) ist, wenn man das Ding auf einen Sofatisch oder etwas in aehnlicher Hoehe baut, der Zugaenglichkeiten wegen.

Nach einer Weile und runterzuzaehlenden letzten drei Hieben auf meine Pussy klinkt er mich aus und ich schmeisse mich aufs Bett, grinse gluecklich und schnurre wie ein Kaetzchen, waehrend die Endorphine meinen Koerper fluten. Gott ich LIEBE das, dieses Gefuehl danach. Es gibt nichts Vergleichbares. Irgendjemand sagte mal, Sex befriedigt, aber verhauen werden macht zufrieden. Das trifft bei mir zu 100% zu. Ich bin absolut wunschlos gluecklich. Und der Mann hat festgestellt, dass er durchaus Gefallen dran finden koennte, eine Frau einfach nur so zu verhauen. Ohne Grund, nur weil beide es wollen.

"Na, haelst Du noch ein paar Schlaege auf die Fusssohlen aus?", fragt er nach einem Moment runter kommen lassen, und ich antworte, dass ich keine Ahnung habe, weil keine Erfahrung damit, und das doch eigentlich er entscheiden muss, aber da ich ja fuer jeden Scheiss zu haben bin...
Er grinst und holt das Fesseleisen. Oha. DAS Ding sieht echt gemein aus. Zuerst werden, gespreizt kniend, die Fussgelenke in die Fusseisen gebracht. Dann gehen die Haende unter dem Koerper durch, und werden parallel zu den Fuessen in die Handeisen gesperrt. Das ist mit meinen Corona-Pfunden allein schon koerperlich herausfordernd, er muss mir ziemlich helfen, damit ich die Arme ueberhaupt so weit nach hinten bekomme. Dann klinkt er ein, und nun, in diesem Ding, bin ich wirklich komplett bewegungsunfaehig, und zwar so sehr, dass mich ganz kurz ein leichter Hauch von Panik anfaellt, der aber gleich wieder weg geht.
Dieses Ding sollte man aber wirklich und ganz erst gemeint nur anwenden, wenn da absolutes Vertrauen da ist, dass das Gegenueber keine Scheisse baut, denn im Gegensatz zu vielen Fixierungen, wo man noch halbwegs raus kommt mit mehr oder weniger Aufwand, ist das in dem Teil schlicht ein Ding der Unmoeglichkeit, weil man nicht an die Splinte rankommt.

 


Dementsprechend intensiv wirken dann auch die Schlaege auf die Fusssohlen. Ich bin da relativ unempfindlich, aber nach kurzer Steigerung kann ich, der kompletten Bewegungsunfaehigkeit wegen, den sonst eigentlich aushaltbaren Schmerz gar nicht mehr verarbeiten und schreie ungewoehnlich frueh fuer meine Verhaeltnisse nach Pause. "Sorry, aber DAS wollte ich wenigstens einmal von dir gehoert haben", schmunzelt der Mann, und macht mich sofort los.
Interessante Erfahrung, die ich noch nicht einordnen kann. Vielleicht zum gevoegelt werden besser als zum verhauen werden.

Ich muss erst mal zum Spiegel und die Spuren auf meinem Hintern betrachten. Wunderschoen. Ich liebe das, diese Andenken, einerseits die sichtbaren und andererseits die unsichtbaren, die sich bei jedem Platz nehmen bemerkbar machen. Eine weitere Kuschel- und Sex-Runde spaeter stehe ich nackt am Fenster und schaue raus. Der Mann laesst mich noch mal in die High Heels schluepfen und voegelt mich dann direkt da am Fenster noch mal zum Finale, das interessiert aber draussen keinen, zumindest guckt niemand hoch. Ich mag das Gefuehl trotzdem.

Und dann - stellen wir fest, ja seit dem Fruehstueck schon wieder nichts gegessen zu haben und wir wollten ja eh noch ein bisschen bummeln gehen und was trinken und ueberhaupt, fuer Wellness haben wir viel zu lange Spass im Zimmer gehabt, und so zuckeln wir noch mal los und ich bekomme das seelige Grinsen den ganzen Abend nicht mehr aus dem Gesicht. Der Abend endet nach essen gehen in der netten Altstadt und noch einem Drink im wirklich super suessen und pittoresken historischen Handwerkerviertel genau so, wie der naechste Morgen beginnt: Mit ausgiebiger Voegelei. Und dann bin zumindest ich das, was fuer dieses Wochenende geplant war: Sattgefickt. Also: Vorerst. Dass das zu wiederholen bzw auszubauen sein wird, darueber besteht beiderseits Einigkeit.

Nach dem Fruehstueck schaffen wir dann tatsaechlich doch noch eine sehr ausgedehnte Runde Wellness ueber den Daechern der Stadt und dann - geht mein Zug nach Hause, er bringt mich zum Bahnsteig, ein langer Kuss zum Abschied und das Wochenende ist vorbei. In den dreieinhalb Stunden Heimweg lese ich nochmal die Messagerei im Vorfeld durch und schmunzele eigentlich durchgehend. Wie anders sich doch so einiges liest, wenn man den Menschen, der dahintersteckt, erst mal real kennengelernt hat. Deswegen sollte man sich ja auch immer moeglichst schnell treffen.

Fuer einen Reality Check.

Dienstag, 27. Juli 2021

magic weekend - all about sex

... und nun knie ich hier mit geschlossenen Augen auf dem riesigen Bett, das Herz schlaegt mir im Gallopp bis zum Hals und ich harre des Mannes und der Dinge, die da kommen werden.

Tausende "was wenn" und "was wenn nicht" rasen durch meinen Kopf. Aber aendern kann ich nun eh nichts mehr.
Kurz darauf hoere ich die Tuer, und einen Augenblick lang denke ich, vor Aufregung in Ohnmacht zu fallen. Ich hoere ein leises Brummen seinerseits, welches ich weder als Zustimmung noch als Unzufriedenheit deuten kann, dann geht er kurz Haende waschen und dann... ist er da. Seine Haende auf meinem Ruecken, meinem Hintern, meinen Armen, zwischen meinen Beinen pruefend... warm und sanft, aber sehr bestimmt. Ich spuere seine Naehe, seine Koerperwaerme, seine Praesenz. Und - ich kann ihn riechen. Und oh mein Gott, riecht dieser Mann phantastisch. 
Er streicht mir die Haare aus dem Gesicht und fluestert mir Dinge ins Ohr, die ich nicht mehr erinnere, wahrscheinlich eine Begruessung, aber ich erinnere genau das Gefuehl seiner Hand an meinem Kopf und seines Atems an meinem Ohr. Ich bin elektrisiert. Und auch wenn mein Herz immer noch rast, werde ich innerlich ganz ruhig. Ich soll abgeben, sagte er im Vorfeld, und das ist meist nicht einfach fuer mich. Aber hier, jetzt, in diesem Moment - kann ich das. Komplett abgeben. Die Fuehrung und die Verantwortung. Und ich LIEBE es.

Ich hoere mit weiterhin geschlossenen Augen, wie er diverse Dinge auspackt und spuere, wie er sie auf das Bett wirft. Zwischendurch immer wieder seine Haende auf mir, streichelnd, forschend. Ein Halsband, welches er mir anlegt. Eins von den weichen, breiten, in denen frau sich auf eine merkwuerdige Art geborgen fuehlen kann.
Ob es mir gut ginge, fragt er mich. Ich nicke. Er wuerde nun duschen gehen, fluestert er mir zu. Ich wuerde in der Zeit die Sektglaeser befuellen, eines der auf dem Bett bereitgelegten Spielzeuge auswaehlen, mich damit vor den Sessel knien und es, waehrend ich auf ihn warte, benutzen. Ich nicke zur Bestaetigung, spuere noch einmal seine Haende und dann verschwindet er ins Bad.

Als die Tuer geschlossen ist, blicke ich mich um. Es ist einiges an Zeug ausgepackt, ich betrachte amuesiert und begeistert die kleine Auswahl an elektrischen Helferlein und entscheide mich fuer einen kabellosen Magic Wand, in dessen wunderbar niederfrequente Vibration ich mich sofort verliebe. Ich schnappe mir das Teil, giesse noch schnell Sekt ein, knie mich vor den vorbereiteten Sessel und lasse losbrummen. Dann hoere ich die Tuer zum Bad gehen und schliesse wieder die Augen.

Ich hoere ihn das Zimmer durchqueren und spuere, wie er sich vor mich setzt, seine Beine links und rechts neben mir, seine Hand auf meinem Kopf. "Mach den Mund auf....", er dirigiert meinen Mund zu seinem Schwanz und ich schmecke ihn zum ersten Mal. Er macht mir die Sache leicht, sagt mir, wie er es gern mag, und dirigiert mich mit der Hand in meinen Haaren in Geschwindigkeit und Tiefe, ich lasse mich fuehren und geniesse, und nach dem, was ich an Reaktionen hoere und spuere, geniesst auch er nicht unerheblich. 
Ab und zu drueckt er meinen Kopf herunter in einen deepthroat, und das klappt erstaunlich gut, obwohl ich voll aus der Uebung bin. Immer wieder wischt er mir zaertlich die Traenen aus dem Gesicht, die das nun mal mit sich bringt (normaler Reflex, wenn man Dinge tief in den Hals geschoben bekommt ;) ), ich mag den Gegensatz zwischen der Haerte der Hand in meinem Haar und der Weichheit dieser Geste. Meine Haende kann ich nicht benutzen, die sind ja weiterhin mit dem Magic beschaeftigt, was mich zugegebenermassen etwas ablenkt.

Nach einer Weile Geniessens heisst er mich den Magic ausstellen und weist mich an, mich mit weiterhin geschlossenen Augen auf den Bettrand zu knien, er stellt sich hinter mich, und dann spuere ich endlich seinen Schwanz in meiner Pussy, er heisst mich stillhalten und er fickt mich tief und sehr intensiv, dirigiert mich mit seinen Haenden fest an meinen Hueften zupackend, greift meine Brueste, meine Haare, alles, so dass es sich wie ein genommen werden anfuehlt und das ist ja genau das, worauf ich abartig stehe. Spaetestens jetzt steht ausser Frage, dass dieses Wochenende phantastisch wird.

Irgendwann lotst er mich, mit der Anweisung, immer noch nicht zu schauen, wieder vor den Sessel und weist mich an, wie ich ihn mit Hand und Mund zum Finish zu bringen habe. Er kommt sehr kraftvoll und hoerbar, und ich schmunzele in mich hinein, denn ich liebe diese Momente, diese Energie, die freigesetzt wird... hmmm.

"lass die Augen noch zu", sagt er nach dem Abklingen, und dass er mir jetzt ein Glas Sekt in die Hand gaebe, bis drei zaehlen wuerde und dann duerfte ich die Augen oeffnen und wir wuerden uns hallo sagen und Sekt drinken. Ich nicke. Und dann zaehlt er langsam runter, ich oeffne die Augen und sehe den Mann zum ersten mal live. Wir sagen hallo, stossen an und grinsen uns eine ganze Weile lang einfach erst mal an.

Es beginnt ein lockeres Geplauder, in dessen Verlauf wir auf das Bett umziehen. Wo er mich an sich zieht, und wir... kuscheln. Hardcore-Kuscheln. Mit ganz viel Hautkontakt. Verschraenkten Koerpern. Und Haenden ueberall. Und kuessen (hmmm was kann der Mann gut kuessen). Ganz offensichtlich sind da auf beiden Seiten einige Defizite aufzuholen. Und ich kann mich nicht an seinem Hals sattschnuppern. 
Nach einer zeitlang Geplauder und Rumgeschmuse sind wir ready fuer Runde zwei, diesmal spielerischer, und es fuehlt sich nicht so an, als haetten wir hier gerade zum ersten Mal Sex: Er kann sehr gut fuehren, und das ist beim Sex aehnlich wichtig, wie beim tanzen, damit es im Flow bleibt. Das funktioniert hier jedenfalls. Auch das ein oder andere Spielzeug kommt zum Einsatz. Er sei ein Spielkind, sagte er, und - naja, ich lasse ja sehr gern an und mit (und in...) mir herumspielen ^^

Bis er mich, meine Beine in den Haenden und seinen Schwanz in mir, fragt, was wir denn wohl gleich mal essen gehen wollen wuerden. Ob z.B. Pizza ok waere. Und welche Pizza ich denn dann praeferieren wuerde. Ohne gross nachzudenken sage ich "Hawaii", und noch in der Sekunde des Aussprechens wird mir klar, dass das fuer mindestens 60% aller Menschen einen ueblen Affront bedeutet. Schlagartig entgleisen ihm auch die Gesichtszuege, und er fragt mich so entgeistert "WAS????!", dass ich einen Mega Lachflash bekomme und mich erst mal nicht mehr einkriegen kann.
Immerhin kann er mitlachen, und an dieser Stelle ist das Eis endgueltig gebrochen. Wenn man im Bett miteinander lachen kann, das ist Gold wert. (Und das mit der Hawaii-Pizza wird der running Gag des Tages)

Irgendwann im Verlauf der weiteren Voegelei bekommen wir dann aber doch so sehr Hunger, dass wir uns voneinander loseisen koennen und machen erst mal Pause, um was essen zu gehen (nein, keine Hawaii). Auf dem Weg dorthin nimmt er meine Hand. Am Tisch sitzend greift er nach meinen Haenden. Und so wird das das gesamte Wochenende bleiben. Es vergeht eigentlich kaum ein Moment ohne Koerperkontakt irgendeiner Art. Was wirklich mit nur ganz, ganz wenigen Menschen geht. Haendchenhalten, rumknutschen, an-den-Hintern-fassen, einfach mal in den Arm nehmen, mal eben unters Kleid greifen... In vielen Faellen nervt so etwas ja schnell, aber hier - passt es einfach, ich kann nicht genug davon bekommen. 




Der Abend endet nach einem Bar-Besuch und einem kurzen Spaziergang zum Rewe, Sektnachschub holen, damit, dass er mich im Hotelzimmer packt, aufs Bett schmeisst und mich ausgiebig von seinen Zungenfertigkeiten ueberzeugt, und -natuerlich- noch mal Sex, wonach wir irgendwann spaetnachts eng zusammengekuschelt einschlafen. 
D.h., der Mann schlaeft. Ich kann, wie immer in fremden Betten, eher nicht schlafen, aber das macht nichts, ich fuehle mich trotzdem pudelwohl.

Und bin gespannt auf den naechsten Tag, denn eins ist klar: Wir sind ja hier definitiv nicht nur fuer Kuschelsex (oder, wie er es sagt: Streichelzoo) zusammengekommen...

Montag, 26. Juli 2021

magic weekend - prologue

Meine Akkus sind voll. Ich bin gerade so aufgeraeumt, entspannt und geerdet wie seit sehr langem nicht. Und - ein bisschen verknallt.

Aber: Von vorn.

Vor einiger Zeit spielt mir Apple Music ein bestimmtes Lied rein, welches mich spontan an jemanden denken laesst. Man kennt sich locker uebers Web, wir haben uns aber noch nie gesehen oder naeheren Kontakt gehabt. Nicht, dass ich's nicht vorsichtig versucht haette, ab und zu, ueber die Jahre, aber es ergab sich halt nicht oder vielleicht passte es auch einfach noch nicht. Jetzt muss ich mit einem Laecheln an ihn denken und schreibe ihm genau das in einer Whatsapp-Message.

Ich habe als Antwort so ziemlich alles erwartet, aber keine knapp 7minuetige Sprachnachricht, die mich nicht nur thematisch, sondern auch stimmlich ziemlich wegflasht. Es entwickelt sich recht schnell ein angeregter Dialog ueber Gott und die Welt, Zwischenmenschliches und BDSM-Mobiliar, wir telefonieren, und eine Woche spaeter sende ich, zur Motivation an einem langen Tag, und weil ich gerade Urlaub habe und mich ein wenig langweile, ein Tittenbild. Woraufhin der Dialog sowie das gesendete Bildmaterial in Rekordzeit eskalieren und klar ist: Wir muessen uns mal treffen, oder, wie er es formuliert: "zwei Dinge zusammenbringen".

Kurz darauf ist, zu einem anderen Ereignis passend, fuer drei Wochen spaeter ein Hotelzimmer gebucht, er nennt es "was Gediegenes", ich nenne es "alterSchwedeKrassWasFuerEinGeilesHotel", mit Sauna, Pool und allem PiPaPo. Und ich bin eingeladen. OMG!!

Ab nun ist Abwarten und Vorfreude angesagt. Und ganz viel "Was wenn ich nicht... " (gut genug bin, oder schlank genug, oder nicht richtig), kurzum, was, wenn er den Aufwand ganz umsonst betreibt und dann feststellt "meeh, nee, die will ich nicht?". So ein Ego kann ja ziemlich fragil sein, und das dauerhafte Verschmaehtwerden zu hause nagt an mir. Mir wird aber immer wieder versichert, dass das nicht passieren wird. Dass das passen wird mit uns. Und dass ich einfach vertrauen soll. Was ich versuche zu tun und ja auch sehr gut kann, ich gebe gern sehr viel Vorschuss-Vertrauen und habe bisher entweder schlicht Glueck oder eine gute Menschenkenntnis gehabt, denn es wurde nie wirklich enttaeuscht.
Und selbst, wenn es nicht passen sollte, bin ich mir inzwischen sehr sicher, dass wir trotzdem eine Menge Spass bei Kneipentour und Leute treffen wuerden haben koennen.

Unsere Texte werden expliziter, erwartungsfreudiger und detaillierter. Es geht um Vorstellungen, Vorlieben, Erwartungen, Gos, No-Gos und Phantasien bezueglich Sex und auch sehr konkret Richtung BDSM. Und all diese Dinge decken sich an sehr vielen Stellen aufs Vortrefflichste und Erstaunlichste. Ich liebe es z.B., Anweisungen zu bekommen, oder einfach stillzuhalten und genommen zu werden, verfuegbar zu sein, zu folgen. Er liebt die Gegenseite davon. Und nicht geklaerte Stellen, ist man sich einig, kann man ja einfach ausprobieren. Z.B. eine Sub "einfach so" verhauen. Fuer mich eine tolle Sache - ich brauche keinen vorgeschobenen "Grund" wie Bestrafung oder Disziplinierung. Ich mag einfach so Haue, der Endorphine wegen, die der Schmerz freisetzt. Das muss er sehen, ob das klappt, sagt er. Auf jeden Fall erfahren wir so einiges darueber, wie der jeweils andere tickt.

Und er laesst mich wissen, wie ich ihn dann im Hotel zu empfangen habe. Ueber die Tage hinweg immer detaillierter beschrieben. Was bei mir nicht ohne Wirkung bleibt. Ich werde von Tag zu Tag aufgeregter. Und angesexter.

Zwei weitere Wochen, mehrere MB Whatsapp-Chat und -Bilder und einige Telefonate spaeter ist es dann so weit - ich steige mit einem randvollen Koffer in den ICE, in die Stadt auf der Haelfte der Strecke (ich kann ja immer nur Maenner, die sonstwo wohnen), und werde mit jedem km hibbeliger. Unterwegs komme ich immerhin noch dazu, mich mit etwas Home-Office aus dem Zug abzulenken. Danach habe ich nur noch ein Thema im Kopf.

Das Hotel ist schnell gefunden und wirklich sehr gediegen. Wow.
Ich organisiere noch schnell zwei Sektglaeser, entere das Zimmer und vermelde per WA checkin. Der Mann wird in der Lobby warten, bis ich mit den mir aufgetragenen Verrichtungen fertig bin.
Das Bett ist riesig, alles wirklich sehr hochwertig, aber dafuer habe ich jetzt keine Augen. Ich dusche schnell und richte mich einigermassen her. Ich verrichte sorgfaeltig die Vorbereitungen, die im Zimmer vorzunehmen sind. Und als alles fertig ist und ich merke, dass ich eigentlich nur noch auf Zeit spiele, atme ich einmal tief durch und schreibe ihm:
Also ich kann nicht behaupten, mich auch nur ansatzweise bereit zu fuehlen, aber ich bin mit den Vorbereitungen fertig...

Die Antwort kommt prompt:
Gut

Aufs Bett mit Dir

Ich komme

... und nun knie ich wie befohlen nackt, nur mit High Heels bekleidet, Haende auf dem Hintern, mit dem Ruecken zur Tuer und geschlossenen Augen auf dem Bett, das Herz schlaegt mir im Gallopp bis zum Hals und ich harre des Mannes und der Dinge, die da kommen werden ...

 

 


Mittwoch, 21. Juli 2021

viking

 und dann ist ja da noch... der Vikinger.


Ende letzten Jahres ist der Ehemann unterwegs und ich habe sturmfrei. Ein Date im Joy spricht mich an: Es ist als komplettes Anti-Date formuliert. Leider erinnere ich den Text nicht mehr. Der Typ aber ist interessant: Tätowiert mit Vikinger-Bart (ich mag Baerte eigentlich GAR nicht, aber dieser ist null hipstermaessig), sehr witziges Profil (ich hasse diese Poserprofile oder Sprueche-Langweiler), zarte 40 (ein Welpe sozusagen ^^) und ach, ich bin irgendwie in Spiellaune und texte auf das schon-fast-abgelaufene Date:


"verdammt, leider habe ich die date-Anfrage erst jetzt gesehen, deswegen brauche ich Dich ja auch nicht mehr anzuschreiben.


Es haette so richtig aetzend werden koennen - wir haetten einen Film auf sixx rausgesucht, bei dem man sich schon in den ersten drei Minuten gegen das Einschlafen wehren muss und Du haettest mir zugucken koennen, wie ich Chips auf mein Wochenend-T-Shirt kruemele, waehrend wir uns anschweigen und Du ab und zu genervt auf die Uhr guckst. Du haettest mich mit Monologen zu den neuesten Trends der Bartpflege langweilen koennen und ich haette mit einem Bericht von der Elternversammlung der 5a gekontert.


Und wir waeren richtig froh gewesen, wenn der Abend endlich vorbei gewesen waere.


Naja, da haben wir wohl noch mal Glueck gehabt!"


Antwort:


"Ach so ein Mist aber auch... darauf haette ich echt so gar keine Lust gehabt... ich haette mich auch extra nicht rasiert.


das macht mich jetzt traurig."


Volltreffer - Humorkompatibilitaet. In diesem Sinne ging es noch ein paar Nachrichten weiter und nach einem kurzen Telefonat hatte ich viel gelacht und voellig unverhofft ein Date.


Wir hatten zwar Jogginghose oder Bademantel ausgemacht, ich zog aber trotzdem mal noch was nettes drunter und wartete sehr amuesiert. Irgendwann klingelte es, ich oeffnete gespannt die Tuer und bekam eine sehr angenehme Umarmung und einen kurzen Begruessungskuss von einem Mann, der sehr gut roch und seinen Bildern tatsaechlich ueberraschend aehnlich sieht (das ist bei Joy ja auch immer so eine Sache).

Zu meinem leichten Befremden hatte er seine eigene Fanta mitgebracht, aber okay - hat so jeder seine Macken.


Wir setzen uns zunaechst aufs Sofa und quatschen ziemlich lange und angeregt. Er macht ein Neben-Dem-Beruf-Studium in einer der meinen aehnlichen Branche und wir sind uns sehr schnell einig, dass Elektrotechnik und Statistik der letzte Scheiss sind usw usf... es herrscht nicht einen Moment unangenehme Stille. Irgendwann rutscht er ein Stueck naeher heran und streichelt meinen Arm, und kurz darauf zieht er mich zu sich rueber und wir fangen an zu knutschen. Und wow!! Das kann er echt gut. Und dieser Bart! Der ist mega-weich!


Mitten in der wilden Knutscherei haelt er inne, kniet sich aufs Sofa neben mich und oeffnet seine Hose. Kein Slip drunter, sozusagen instant ready to go ^^

Ich nehme mir seinen Schwanz vor und blase ihn zu seinem sichtlichen und hoerbaren Vergnuegen. Gutes Format, easy zu blasen und zu deepthroaten, trotzdem nicht zu klein. Fein fein :))

Seine Hand, die schon die ganze Zeit nebenher meine Pussy streichelt, macht jetzt mit zwei Fingern eine bestimmte Bewegung in mich rein und ... huiiii! "Stop", sage ich, "wenn Du DAS machst, muessen wir rueber gehen, sonst wird das Sofa nass." Er grinst mich an, und wir gehen ins Schlafzimmer.


Hier zeigt er mir erst mal, wie es so um seine Zungenfertigkeit bestellt ist. Und auch wenn ich immer noch nie beim Sex kommen werde - auch darin ist er super, es fuehlt sich toll an und ich geniesse einfach... bis er wieder den Squirting-Griff ansetzt und ... whow, auf den Punkt, zack, Bett nass. Und sofort macht seine Zunge weiter... es fuehlt sich herrlich an, aber ich habe jetzt Lust auf seinen Schwanz in mir, schnappe ein Gummi, drapiere den Mann auf den Ruecken und dann ... setze ich mich auf ihn und naja, sein Stoehnen zeigt, dass er das jetzt nicht ganz verkehrt findet.

Erst langsam, dann schneller fange ich ihn an zu reiten, die Augen geschlossen, und geniesse das Gefuehl. Er auch, also lasse ich es drauf ankommen und reite, obwohl er mich immer wieder versucht zu bremsen, ihn intensiver, bis er sich nach kurzer Zeit an mich krallt, sehr kurz sehr laut wird und dann schwer atmend mit geschlossenen Augen laechelt: "boah, das fuchst mich jetzt".... :-D


Dann passiert etwas, womit ich nicht gerechnet habe: Er kuschelt sich an mich, laesst sich streicheln, fast kann ich ihn schnurren hoeren - und wir quatschen weiter ueber Gott und die Welt. Bis er mich irgendwann in die 69 wurschtelt, schon wieder mit beachtlichem Staender. Ach ja, der Typ ist ja erst 40 ;-D


In Runde 2 uebernimmt er eher das Ruder, und das kann er auch recht gut. Ich lasse mich nach allen Regeln der Kunst durchvoegeln, vorwaerts, rueckwaerts, seitwaerts, Beine oben, Beine unten, zwischendurch kuscheln und rumknutschen und ich merke, wie sehr ich ausgehungert war.


Nach noch einer Quassel- und Rumflachsrunde folgt Runde drei, insgesamt eher schmusig und ausgewogen, ich blase ihn zum Finish, weil ich natuerlich wissen will, wie er schmeckt. Hmmmmm! :)


Dann muss er langsam los, weil er am naechsten Morgen frueh raus muss, sitzt aber erst noch auf dem Bettrand und kann sich nicht aufraffen. Ich setze mich hinter ihn, schmiege mich an ihn und streichle und massiere seine Schultern und ey, der Mann kann geniessen wie ein Kaetzchen.


Irgendwann dann muss er aber doch los, und wir verabschieden uns nach einem unverhofft sehr coolen Abend mit der Gewissheit, das nicht nur einmal wiederholen zu wollen.


Mittwoch, 30. Juni 2021

(konservensex) lakeside

irgendein wochenende zwischen erstem und zweiten lockdown. es ist sommer, es ist warm, der mann textet mal wieder mit einem paerchen auf joy, weil er paarsex noch immer fuer eine gute idee haelt. hat zwar noch nie geklappt, weil die wahrscheinlichkeit, dass sich vier leute gleichzeitg sympathisch sind und sexy finden, nahezu null ist, wenn man nicht einfach ein wahlloser swinger ist. ausserdem kann ich mich 1:1 viel besser auf mich und meinen gegenpart konzentrieren.
 
aber ok. das paerchen, mit dem wir texten und spaeter telefonieren, klingt sehr sympathisch und lebt, wie wir (irgendwann einst) in einer D/s-beziehung. sie wuerden sich gern am naechsten tag treffen. an einem see. am anderen ende der stadt (was in berlin mal eben über ne stunde fahrt sind), wo es einen freizuegigen strand geben soll.

ich bin, hauptsaechlich der fahrerei wegen, eher so maessig begeistert von der idee, habe mir aber vorgenommen, einfach mal jeden scheiss, den ich noch nicht probiert habe, mal mitzumachen - wenn es doof ist, dann halt nur ein mal.

so backe ich noch schnell einen kuchen und mal wieder aus irgendeinem grund verstritten und einander anschweigend fahren wir irgendwann los. wortlos den kompletten weg.

wir kommen zuerst an, es ist eine sehr schoene gegend dort, aber wir haben keine ahnung, wo der strand ist. kurz darauf haben wir uns aber zusammentelefoniert, und die beiden (nennen wir sie Arno und Babette) fahren vor.
 
was hatte ich mir wieder gedanken gemacht, was ich anziehen sollte, wo doch Arno so von Babettes dessous und wie verrueckt sie jeden mann damit machen wuerde, geschwaermt hatte.

ich sehe mal wieder: das, was die meisten leute als "dessous" bezeichnen, empfinde ich als nuttenunterwaesche (was ueberhaupt nicht negativ gemeint ist! trage ich auch gern, wenn ich mich etwas "schmutziger" fuehlen will). aber dessous sind fuer mich nylons, edle wäsche, jedenfalls nichts, was ich an einem see tragen wuerde. Babette kommt also in laessigem t-shirt-kleid und converse. ich habe auch nur einen spitzenbody drunter, meine schuhe kann ich in dem gelaende eh vergessen, also laufe ich barfuss.

nach einer kleinen expedition am ufer lang kommen wir mit decken und picknickkoerben am besagten ufer an. noch sieht da alles unauffaellig aus. wir finden einen guten platz, die beiden packen campingkocher und espressomaschine aus und kochen erst mal kaffee (wtf?), ich mache mir vorsichtshalber ein bier auf. Arno wirkt sehr nett, aber eigentlich kickt mich so gar nichts an ihm. das gespraech haengt hauptsaechlich an mir, ich merke mal wieder dass ich smalltalk zwar hasse, aber relativ gut kann. ich versuche, herauszubekommen, ob mein mann hier bleiben oder weg will, bekomme aber kein zeichen. mein bauchgefuehl sagt eigentlich einfach gehen, aber ich bin hier verdammt noch mal die sub.

was nun? 

nachdem die unterhaltung langsam abflaut, gibt es ja nicht mehr allzuviele moeglichkeiten: rueckzug oder augen zu und durch. da der mann immer noch keinerlei zeichen zum aufbruch gibt, trinke ich mir noch ein bisschen mehr mut an und frage dann Babette: "ist dein lippenstift eigentlich kussecht?"

"ja", laechelt sie, und dann liegen wir uns in den armen und knutschen rum, und das kann sie echt gut. und sie ist so weich und schmusig...

zeitgleich sieht jetzt allerdings auch Arno seine zeit gekommen und beginnt mir von hinten mein kleid auszuziehen und an mir rumzugrabbeln.

ein blick zu meinem mann rueber verraet weiterhin nicht, was zu tun sei. also schalte ich in "kopf aus" modus und lasse einfach machen.

als naechstes zieht mich Arno zu sich rueber und kuesst mich. und oh je. das kann er leider gar nicht. er hat auch ganz bestimmte vorstellungen, zb soll ich seine brustwarzen lecken, aber nur ganz leicht, zu doll mag er nicht, genau so verhaelt es sich mit seinem schwanz, meine nippel aber nimmt er recht hart dran und ich denke mir so alter??? alles klar bei dir???

er holt aber so einiges raus, als er mich auf den ruecken drapiert, sagt "so, und nun pass mal auf fraeulein", und hand anlegt. heidewitzka! den squirtinggriff hat er 1a drauf und die decke ist sehr schnell sehr nass. das macht er eine ganze weile sehr ausgiebig, und da ich mich da einfach reinfallen lassen kann, ist es evtl auch gerade etwas lauter auf unserer decke. immerhin ist inzwischen auch mein mann in einer fummelei mit babette zugange, wie ich aus den augenwinkeln mitbekomme. und gucke ich zwischendurch mal hoch, hat dann inzwischen doch auch der ein oder andere auf den umliegenden decken seinen schwanz in der hand.

gleichzeitig faellt auf, dass da immer einzelne maenner nach hinten in den wald gehen und spaeter hoechst zufrieden schwebend zurueck kommen. das ist dort wohl noch ein extra schwulentreff, werden wir aufgeklaert.

in einer trink- und kuchenpause schickt Arno dann Babette zu einem typ auf einer decke nebenan, sie soll ihm einen runterholen gehen. sie tut das ohne zu zoegern und ich frage mich, wo bei den beiden das gefaelle her kommt. ich spiele das hier mit, aber wuerde Arno versuchen, mich auf die knie zu bringen, wuerde ich ihn auslachen. der typ auf der decke nebenan freut sich sehr ueber das angebot, lehnt aber dankend ab, jemand in seinem bekanntenkreis war positiv corona getestet worden. ach ja. da hatten wir von der pandemie noch nicht so richtig den plan.

die naechste fummelei geht los, und ploetzlich gibt mir Arno unvermittelt eine wirklich grenzwertige ohrfeige. nicht falsch verstehen - ich LIEBE ohrfeigen total. aber sie muessen im gefaelle und im kontext stattfinden, und hier haben wir gerade keins von beidem. ich gucke ihn also einfach nur voellig perplex und belustigt an. weiss er nicht, dass ich ihm AUCH weh tun kann?? dass ich keinerlei unterwuerfigkeit ihm gegenueber hege? und hat er sich keine gedanken gemacht, wie mein mann reagieren koennte? ich weiss aus anderer erfahrung, dass das ziemlich entgleisen kann. Arno merkt auch sofort, einen fehler gemacht zu haben, entschuldigt sich wortreich und ist ein bisschen zerknischt, macht aber alles mit seiner genialen fingerei wieder gut, bis er sich anschickt, mich zu ficken - ohne gummi.

ich bin inzwischen an dem punkt, das nur noch albern zu finden. "habter gummis?", frage ich, und oh, ja, peinlichpeinlich, Babette reicht ihm eins zu und naja, das missionarsgevoegel ist jetzt auch nicht so die offenbarung.

"was willst du?" fragt er mich recht ausser atem ... "fick mich doggy", antworte ich. "was?" - "fick mich doggy!". "was?" - "BOAH EY FICK MICH ENDLICH DOGGY", und mein mann behauptet, ich haette Arno an dieser stelle geboxt, aber daran kann ich mich nicht erinnern.

immerhin fickt er doggy sehr passabel und genau mit dem mass an rough body play, das ich mag und woran mich die druckstellen und blauen flecken noch ein zwei tage erinnern werden.

so geht es noch eine weile kreuz und quer hin und her, die decke wird, von beiden maedels, immer nasser. zwischendurch kuscheln auch wir frauen mal wieder und ich amuesiere mich ueber die zuschauer, waehrend mein mann eher skeptisch ist, weil der ein oder andere auch filmt.

zum abschluss fickt Arno Babette ich ich blase meinen mann zum finish, dann ist es zeit fuer den aufbruch.

ich finde es ein bisschen schade, das sind eigentlich sehr liebe leute, unter anderen umstaenden bestimmt gern mal wieder, aber unter der bestehenden praemisse werden wir uns nie wieder sehen.

und jetzt warte ich, dass endlich das video irgendwo im netz auftaucht :-D