Mittwoch, 6. November 2019

check it out

es ist so weit, date mit dem muenchner. mal schauen, wie das mit uns mappt, so bdsm-maessig.

ich klingele, er oeffnet die tuer und ich fahre in den obersten stock. die wohnungstuer steht leicht offen, er ist nochmal kurz mit dem hund raus, damit ich in ruhe ankommen kann. ich soll ihm eine message schreiben, wenn ich fertig bin. das (ziemlich pornoes eingerichtete) schlafzimmer ist abgedunkelt, warm in kerzenschein getaucht, das bett dunkelrot bezogen, und auf der extra liege sind einige spielzeuge bereitgelegt. paddle, gerte, zwei leichte rohrstoecke, ein flogger... zumindest mal nichts, was mir irgendwie angst machen wuerde. eine flasche prosecco mit zwei glaesern steht im kuehler bereit. guter mann. ich giesse mir ein glaeschen ein und proste mir selber im spiegel zu.

dann mache ich erstmal eine abstecher unter die dusche, weil ich direkt aus dem buero komme. erfrischt ziehe ich nylons, schuhe und bh an, lege mein ausgeh-halsband um, giesse prosecco in beide glaeser und schreibe die message an den muenchner.

kurz darauf betritt er die wohnung. er begruesst mich mit einer umarmung und einem kuss, und da faellt mir wieder auf, was ich irgendwie verdraengt hatte: wir sind nicht geruchskompatibel. kennen Sie das, wenn der geruch irgendwie nicht passt? also nicht, dass jemand unangenehm riecht oder so, weil er sich nicht gewaschen hat. das ist dann einfach eklig. aber das irritierende gefuehl, wenn der fremde koerpergeruch irgendwie so gar nicht anziehend, bzw total unpassend wirkt. so ist das jetzt. irgendwie macht mir das kuessen dadurch ueberhaupt keinen spass, obwohl er es rein technisch gesehen wirklich drauf hat und ich doch sonst totale knutsch-fetischistin bin.

weiterhin irritierend: sein kleiner hund ist mit im zimmer und guckt zu.

und so soll dann auch der ganze nachmittag sein.

fast alles ist technisch irgendwie super ausgefuehrt. der griff zwischen meine schenkel. der griff in die haare. die fickerei. naja gut, fast alles - hauen kann er nicht so super, aber da bin ich natuerlich auch extremst verwoehnt durch den grossen mann. dann das equipment. er hat zwar alles da, aber alles so in b-qualitaet. er laesst mich z.b. auf die liege legen und fixiert meine fuesse mit fussmanschetten an der spreizstange, die am flaschenzug von der decke haengt. dann fickt er mich. sehr feine idee eigentlich, aber die manschetten sind so hart, dass mir nach kurzer zeit die fussgelenke wehtun, und die liege ist so leicht, dass sie beim voegeln wegrutscht und dadurch auch noch unangenehmer zug an den gelenken dazu kommt. ich kann mich dadurch eh schon kaum konzentrieren, geschweige denn geniessen, da kommt er mit nem magic wand. ausgerechnet diesen in original-qualitaet. auf der hohen stufe. ich kann es nicht leiden, wenn maenner versuchen, mich zum orgasmus zu bringen, weil sie immer nur denken, die anderen kerle haetten sich alle nur nicht genug bemueht. und erst recht kann ich keinen magic direkt auf meinem kitzler leiden. das ist ein absoluter lustkiller fuer mich. ich komme mit dem teil, selbst gefuehrt, wirklich gut, aber ich brauche die niedrige stufe und diese auch indirekt. ich bin kurz davor, wirklich sauer zu werden, da hoert er immerhin auf mit dem scheiss.
das leder des floggers hat keine gebrochenen kanten und fuehlt sich auch nicht so an, dass ich das geniessen koennte, dabei mag ich flogger sonst echt gern. immerhin mit der hand kann er ganz gut hauen. es ist insgesamt einfach alles ... irgendwie so halb gut. also nicht so, dass man abbrechen wuerde. aber schon so, das ich mir denke, ok, jetzt koennte er aber auch mal langsam zum schluss kommen.

achso, irgend ein gefaelle stellt sich selbstredend auch nicht ein. das hatte ich ja vermutet und das waere auch nicht schlimm, wenn dafuer der rest gut waere. zwischendurch fuelle ich immer mal meinen prosecco auf, in der hoffnung, vielleicht angeeiert in gnaedigere stimmung zu kommen. aber. nunja. klappt nicht.

irgendwann sind wir fertig und liegen noch ein wenig auf dem bett, kuscheln, quatschen. und ich merke wieder, dass ich diesen mann eigentlich wirklich gern mag. er ist charmant, schlau, eloquent, wirklich interessiert und ich hoere ihm gern zu.
aber eine sexfortsetzung wird es wohl trotzdem nicht geben ...


Donnerstag, 10. Oktober 2019

[konservensex] boobs

(dieser beitrag wartet seit mai im entwuerfeordner. da ein bisschen sex diesem jammerblog hier mal wieder gut tut, habe ich ihn jetzt einfach mal rausgeholt)

zum letzten mal als ledige frau, bin ich mit H. verabredet. eigentlich bin ich extrem unterkuesst und unterkuschelt, da zuhause gerade stressbedingte unterkuehltheit herrscht. zudem war es am abend zuvor zum ersten mal so, dass ich es nicht geniessen konnte, verhauen zu werden. der grosse mann und ich wollten unsere neue whip ausprobieren. und statt dass sich die naehe herstellte, die die verhauerei zwischen uns immer hervorbringt, tat es einfach nur weh und ich fuehlte mich noch unzulaenglicher als sonst. wir sind irgendwie gerade beide in unseren eigenen selbstzweifeln gefangen und finden nur schwer zueinander. in mir irrt ein eingesperrtes, hungriges tier hin und her und findet keine ruhe. also wahrscheinlich normalzustand kurz vor einer hochzeit.

eigentlich braeuchte ich eine schulter zum anlehnen, eine baerige umarmung, und kuesse, die mich alle zweifel vergessen lassen. stattdessen ist mit H. ja eher immer hardcoreficken in latex angesagt. aber egal. verabredet ist verabredet, und ich weiss ja, dass es letztendlich immer geil wird, und dass es die perfekte ablenkung von negativen gedanken ist.

"vielleicht boobs?", hatte H. vorher angefragt und auf meinen latexbody mit den dicken silikontitten zum einlegen angespielt. und da ich das ding ewig nicht an hatte, sagte ich natuerlich zu. was ich, nach der obligatorischen rasier-dusch-reinigungs-frisier-schmink-orgie zur vorbereitung, schon beim anziehen bereue: in den body zu schluepfen ist sehr hakelig, sportlich, anstrengend und sieht aeusserst entwuerdigend aus ("gut so!!!", wuerde H. dazu sagen).

als ich aber endlich drin bin und die amtlichen 2kg silikonmöpse in den brusttaschen verstaut habe, weiss ich wieder, warum ich das teil doch liebe: ich fuehle mich schlagartig sexy, die selbstzweifel sind weg. der ausladende oberbau kaschiert den bauch, und der druck der falschen titten auf meine eigenen ist ein angenehm anregender massageeffekt. beim amschliessenden anziehen stelle ich fest: mein vorrat an nylons ist aufgebraucht. ich habe nur noch normale strapsstruempfe. mist. "meine nylons sind alle. gehen auch nuttenstruempfe?", texte ich H. an. "nuttenstruempfe sind ok.", textet er zurueck und "heute mal wieder office. hatten wir lange nicht".

das ist insofern sehr praktisch, dass es direkt vor dem office parkplaetze gibt und ich nicht ewig suchen und dann mit latexkoefferchen im schlepptau durch die gegend laufen muss. ausserdem haengen am office ja auch sehr viele geile erinnerungen. ich lege mein ausgehhalsband an und bin eigentlich startklar, als ich den schluessel im schloss hoere. der grosse mann kommt nach hause. es ist immer noch ein bisschen ein seltsames gefuehl, auf ein sexdate zu gehen, mit gutheissen und "viel spass"-wuenschen meines mannes. ein noch viel seltsameres gefuehl ist es, jetzt hier mit den megamoepsen vor ihm zu stehen. die laesst er aber voellig unkommentiert. er wuenscht mir viel spass, gibt mir ein kuesschen und meint nur: "ein wunder, dass die jacke noch zu geht!". tja, ein hoch auf stretchmaterialien und die tatsache, dass die frau, die mir diese jacke vererbt hat, eine sehr grosse oberweite hat ^^

kurz habe ich bedenken, in diesem aufzug durch unseren spiessigen block zum auto zu laufen, mache mir dann aber wieder klar: es ist berlin, hier achtet keiner auf den anderen. es wuerde wahrscheinlich niemandem auffallen. und letztendlich laufe ich auch sowieso niemandem ueber den weg. im auto massieren die latextitten weiter meine brueste, und ich muss grinsen, wenn ich an mir herabschaue. klasse airbags.... ^^
ein griff zwischen meine schenkel bestaetigt mir, wonach es sich anfuehlt: nass. einfach so, aus vorfreude. es ist erstaunlich, wie viel geilheit einfach so im kopf entsteht.

ich parke vor dem office ein, schnappe mir das fickzubehoerkoefferchen und muss nichtmal klingeln, da H. schon in der tuer steht und mich reinlaesst. ich stoeckele an ihm vorbei und lege die jacke ab, waehrend er die officetuer abschliesst und sich, die haende in die hueften gestuetzt, abwartend hinstellt. ich drehe mich breit laechelnd zu ihm um, und er grinst zurueck: "ja. die sind schon... atomic :) "
im nu knie ich vor ihm, oeffne guertel und hose und schnappe mir seinen schwanz fuer den obligatorischen begruessungsblowjob. ich lasse mir zeit, fange weich und langsam an, streichle ihn mit der zunge, lasse ihn nur mit der eichel in meinen mund gleiten und sauge sanft an seinen frisch rasierten eiern, waehrend meine hand ganz zart seinen schwanz streichelt... bis er meinen kopf packt und mir seinen schwanz bis anschlag in den mund schiebt. und festhaelt. bis ich keine luft mehr bekomme. so geht das ein paar mal und ich schaukele mich dabei immer mehr hoch. was auf gegenseitigkeit beruht, wenn ich H. so hoere.
schliesslich fickt er mich schnell, hart und erbarmungslos tief in den mund. dann packt er mich, sagt "komm hoch..." und dreht mich um. ich buecke mich gegen das sofa. er schiebt mir den rock hoch, ich schiebe den steg des bodys zur seite und mit einer geschmeidigen bewegung ist sein schwanz tief in meiner muschi. wohliges stoehnen ist von uns beiden zu hoeren und er haelt erstmal ganz still, wir geniessen das gefuehl - das ist immer ein sehr geiler moment.

dann fickt er mich. genauso langsam und genuesslich, wie ich ihn anfangs geblasen habe. mal ganz rief zustossend, mich mit den haenden auf meinen hueften an sich ziehend. mal spielerisch, nur leicht eintauchend, was den muskelring massiert und mich schier wahnsinnig macht vor geilheit. es fuehlt sich an, als wuerde der focus auf die welt zusammenschnurren auf diese zwei verbundenen koerperteile, ich geniesse einfach nur dieses herrliche gefuehl... bis mich schritte im hausflur darauf aufmerksam machen, dass vielleicht die geraeuschkulisse ein wenig herunterzufahren sinnvoll waere.

"zieh den rock aus", sagt H, als er sich aus mir zurueckzieht und erstmal zum fenster geht, die gardinen schliessen. es ist doch noch ziemlich viel los draussen. "bier?", frage ich und oeffne ihm eins, als er bejaht. "komm zum sofa", sagt er und setzt sich. ich knie mich vor ihn, er zieht mich zu sich, legt meine haende seitlich auf die latexmoepse und seinen schwanz dazwischen fuer einen tittenfick. was fuer ein geiler anblick...

dann laesst er mich noch ein wenig seinen schwanz blasen. "haende auf den ruecken", sagt er und drueckt mir seinen schwanz bis anschlag in die kehle, sich an den geraeuschen erfreuend. ich winde mich und kaempfe gegen den wuergereflex. H.s schwanz ist supergeil geformt zum ficken, aber verdammt schwierig zu deepthroaten. er haelt fest und sagt betont beilaeufig "du ziehst jetzt latexstruempfe und schuhe an. dann kommst du wieder her." dann laesst er los und ich hole tief luft, grinse ihn an und gehe zu meinem koefferchen, struempfe, strapse und high heels herausholen.

H. kommt und stellt sich neben mich, und als ich mich buecke, um die struempfe anzuziehen, schiebt er mir seinen schwanz in den mund: "soll ja nicht zu einfach sein!". einfach ist es in der tat nicht, gebueckt mit schwanz im mund latexstruempfe und strapse anzuziehen. aber irgendwann bekomme ich es hingefuddelt. "nimm die schuhe und komm mit", gebietet H. weiter. "welche?", frage ich und zeige die auswahl. H. waehlt selbstverstaendlich die hoechsten plateauheels, wonach er mich aufs sofa bugsiert, wo ich mich hinsetze und mir, waehrend er weiter meinen mund fickt, die schuhe versuche anzuziehen. es sind diese kleinen, fiesen aufgaben...

als ich fertig bin, greift er mir ohne viel federlesens ins haar und zerrt mich gebueckt hinter sich her ins nebenzimmer. rrrrr. damit bekommt man mich ja immer. er bugsiert mich zum tisch (der im laufe der jahre schon echt viel office-sex gesehen und erlitten hat und auch so aussieht...) und platziert mich ruecklings liegend so darauf, dass mein hintern mit der tischkante abschliesst. dann hebt er meine beine und fickt mich. "streck die beine!", sagt er. ich bemuehe mich, jetzt nicht ganz so erfolgreich, weil ich das geile gefuehl geniessen will und beine strecken ist so anstrengend. bin halt unsportlich. "beine strecken!!", ermahnt H., und ich murre, weil ich jetzt schon weiss, was das morgen wieder fuer einen muskelkater gibt - aber ich tue mein bestes.

so voegeln wir eine weile vor uns hin, H. fickt abwechselnd meine moese und meinen hintern und deepthroatet zwischendurch, am anderen ende des tisches, meinen mund, denn der tisch hat nicht nur die perfekte hoehe zum ficken, sondern ist auch genau so lang, dass ich meinen kopf nach hinten ueber die tischkante strecken kann (ich glaube manchmal, dieses moebelstueck wurde exakt nach diesen gesichtspunkten angeschafft - das kann kein zufall sein). ich muss nicht nachdenken, nichts tun, ich bin einfach nur ein latexiertes nutzobjekt mit mega-boobs und ich liebe es.

irgendwann zieht er mich in eine sitzende position und fickt mich dabei weiter. wahrscheinlich will er einfach die boobs spueren. da ich aber eh gerade ein ziemliches naehe-defizit habe, nehme ich die einladung einfach mal an, schmiege mein gesicht an seine brust und kuschel mich an ihn. ein bisschen koerperkontakt dann und wann kann ja auch einfach nicht schaden. als nebeneffekt ist der eindringwinkel so nochmal perfekter und es kommen diverse neue feuchtigkeitsflecken auf dem parkett unter dem tisch hinzu...

nachdem er nochmal meinen mund gefickt hat und mich gerade tief anal nimmt, und weil gerade alles so geil ist, werde ich uebermuetig, streichle die latex-boobs und frage H., ob er eigentlich gleich in mein gesicht oder auf die moepse spritzen wird. gleichzeitig spanne ich die beckenbodenmuskulatur an und komme ihm ein wenig mehr in den bewegungen entgegen. der effekt laesst nicht lang auf sich warten ... er packt meine hueften fester, ich spuere, wie sein schwanz nochmal dieses kleine quentchen groesser wird und mit ein paar tiefen, harten stoessen kommt H. lautstark. ich rutsche schmunzelnd vom tisch um seinen schwanz sauber zu lecken, waehrend er sich schwer atmend (wir sind ja alle keine 20 mehr...) am tisch festhaelt. "orrrh, das war so jetzt nicht geplant...", meint er. "ich weiss", entgegne ich, "aber es war geil!!"

nachdem ich mich umstaendlich aus dem latexzeug gepellt habe, trinken wir das obligatorische bierchen auf den ledersofas im office. "tja, was wuenscht man da eigentlich, fuer so ne hochzeit?", fragt H.
"ach, wuensch mir einfach, dass sich alle leute benehmen...", entgegne ich. "na gut", sagt er, "und dann bin ich ja schonmal gespannt, wie du dich als verheiratete frau fickst!"
unnoetig zu sagen, dass es mal wieder funktioniert hat - alle negativen gedanken und selbstzweifel sind wie ... weggefickt ^^


Montag, 7. Oktober 2019

breathe in. breathe out. continue....

so.

geht wieder, genug gejammert.

das ausruhen hat mir echt geholfen, und nun beginnen ja die ferien, mit viel abhaengen mit kind, viel katze knuddeln, ausschlafen, filme gucken, herbstsonne im garten geniessen.

aber ein, zwei abende fuer mich sollten natuerlich auch dabei sein, und natuerlich der ein oder andere dringend benoetigte abend nur fuer UNS. die sind echt viel zu selten geworden, und das wird leider noch bis mindestens dezember so bleiben.

ich fuer meinen teil moechte mich auf jeden fall bald mal wieder mit H. treffen, da ich das nun schon zwei mal verschieben musste wegen krank.

und ausserdem, und darauf bin ich sehr gespannt, die bdsm-kompatibilitaet mit meinem neuen bekannten austesten, dem muenchner. diesen habe ich ueber joy kennengelernt. er ist sehr charmant, und bemueht sich sehr, auch meinem mann gegenueber alle konventionen einzuhalten, die man so unter dominanten maennern einhaelt - was nicht gerade einfach ist, weil darunter, wie mir so langsam immer klarer wird, jeder etwas anderes versteht. es scheitert teilweise schon an begrifflichkeiten, die zwei leute voellig anders interpretieren.
wir haben uns bisher einmal getroffen. es war eine voegelorgie wie lange nicht - auch der muenchner ist ein echt begnadeter ficker. angenehm: kein rumdiskutiere ueber kondome mehr heutzutage. die werden einfach verwendet, punkt. so lag von den dingern hinterher ein beachtlicher haufen da, weil, zum blasen muessen die ja runter, sonst eklig. am schluss war ich tatsaechlich seit ewigkeiten mal wieder wund gefickt.
bdsm-maessig haben wir allerdings noch gar nicht geschaut - da steigt er eher langsam und vorsichtig ein, sagt er, man muss sich ja erstmal kennenlernen. nunja. ich sehe das ja alles immer erstmal etwas hemdsaermeliger und denke mir - hau einfach druff, ich sag schon stop, aber wir werden sehen. bisher glaube ich eigentlich nicht, dass da irgendein ds-moment zwischen uns entstehen koennte, aber das macht ja nichts - ich lasse mich ja auch ganz ohne das gern verhauen. und equipped ist er super - er hat ein kleines, super ausgestattetes bdsm-appartement, welches er frueher an touris vermietet hat. und das beste: 5min laufweg von arbeit, man muss dafuer keinen ganzen abend opfern, sondern ich kann einfach nach arbeit mal ein paar stunden spass haben gehen und trotzdem puenktlich zu hause sein.

zu zweit hoffen der grosse mann und ich, es bald mal wieder ins 2ndFace zu schaffen. es braucht dieses rauskommen aus dem alltag, damit wir wirklich abschalten koennen.

und kuerzlich trafen wir uns mit einem anderen paerchen, das ueber joy sehr sympathisch rueberkam, zum essen - mit option auf ein unbestimmtes "mehr" in zukunft bei gegenseitiger sympathie. so wie ich das verstehe, mehr auf bdsm als auf sex bezogen. soll mir aber recht sein, gruppensexkonstellationen sind ja immer noch nicht so meins.

die beiden haben einen eigenen, top eingerichteten spielkeller. ich finde so was ja immer super und haette das auch gerne, aber wir koennten uns weder die raeumlichkeiten noch das equipment leisten. jemanden im bekanntenkreis zu haben, der ueber solche moeglichkeiten verfuegt und sie aus irgendwelchen gruenden auch noch mit uns teilen moechte - das waere echt grossartig. allerdings sahen die beiden, vor allem die frau, auf den bildern so toll aus, dass ich im vorfeld riesige minderwertigkeitskomplexe hatte. unsere fotos im joy sind zwar nicht bearbeitet, aber der fotograf hatte ein mega-haendchen, mich viel besser aussehen zu lassen als in wirklichkeit. nun ja, dachte ich mir, wir werden sehen. gespannt war ich natuerlich auf jeden fall auf die beiden, und immerhin hatten sie das treffen angeregt.
und ausserdem koennte ich zumindest die paarzeit mit meinem mann geniessen.

wir trafen uns also, nachdem wir nach ca zwei monaten planungszeit mal einen gemeinsamen termin gefunden haben, nachmittags zum essen und ich muss sagen, es war aeusserst angenehm. die beiden sehen in wirklichkeit natuerlich genau wie wir ihrem alter entsprechend aus - allerdings mit diesem touch mondaenitaet, der mir vollstaendig abgeht. so menschen, die auch in wollpullover gediegen aussehen. und beide haben super spannende lebenslaeufe, nicht wie ich, die ihr leben lang angestellt war... trotzdem, das gespraech war fluessig, das essen lecker, die ansichten sehr aehnlich und sogar, wie die beiden sich kennengelernt und wie schnell sie geheiratet haben, ist unserer love-story amuesant aehnlich. sie haben nur einen entscheidenden punkt anders gemacht: sie haben erst geheiratet und sind viel spaeter zusammengezogen, womit sie die erste, verliebte zeit ohne dieses ganze alltagsgedoens viel laenger geniessen konnten. das war bei uns ja mit zusammenzug schlagartig hinueber. das hat mich ziemlich nachdenklich und ein bisschen wehmuetig gemacht.

wie auch immer - wir haben uns gegenseitig geschrieben, den abend sehr schoen gefunden zu haben und nun ... naja, werden wir mal sehen, wo hin das fuehrt. ich bin gespannt!


Donnerstag, 26. September 2019

defunct

ich pendele derzeit zwischen zwei modi: "1: normal" = hey, ich komme (wie mein ganzes leben lang) mit allem zurecht und ihr koennt mich alle mal. "2: verwundbar" = alles ganz schlimm, die kleinste aufregung bringt mich zum heulen, ich bin der personifizierte jammerlappen.

modus 2 kannte ich, so lang ich die pille nahm, gar nicht. dann lernte ich ihn in den pms-phasen kennen.

jetzt... ueberfaellt der mich einfach so. das ist extrem nervig. wechseljahre? keine ahnung. meine gyn sagt noe, noch zu frueh.

ich war zum allgemeinen checkup beim doc. mein blutdruck war schon immer leicht erhoeht. an dem morgen allerdings waren wir bei 170/103. der doc fand das nur so semi-gut und haengte mir gleich ein langzeit-blutdruckmessding um. alle viertel stunde pumpen. und weil wir so hoch eingestiegen sind, pumpt das geraet auch jedes mal schmerzhaft hoch. aber ich stehe ja auf schmerz. haha.
zum glueck hatte ich schon wohlweislich homeoffice angesagt, denn ich haette mit der kabelage weder bvg fahren, noch im buero sitzen wollen. ganz abgesehen von dem generve fuer die anderen kollegen, wenn alle 15min das geraet anspringt.

nach einem nachmittag mit kind auf dem fahrraduebungsplatz, und nach alle 15 minuten in den freeze-modus gehen, weil eine messung ansteht, bin ich also eh schon leicht genervt, als der feierabend beginnt und der mann nach hause kommt.

wir bringen den abend irgendwie herum, ich bringe das kind ins bett und gehe dann noch kurz zum mann kuscheln. "hey, ich habe euch heut ein tolles kompliment gemacht!", sagt er. "hae?", frage ich, weil ich "euch" erstmal auf kind + mich beziehe. er zeigt mir allerdings einen whatsapp-chatverlauf. den mit seiner freundin.

"ich wuensche dir einen schoenen tag, auch wenn der grau ist", schreibt sie.
"mit dir und moya scheint fuer mich immer die sonne!", schreibt er zurueck.
"wow, was fuer ein tolles kompliment fuer uns!", kommt wiederum von ihr.

ich bin mit dem scheiss blutdruckding eh angespannt und nicht in der allerbesten verfassung, so dass das, was eigentlich als totales kompliment gemeint ist, bei mir als harter schlag in die magengrube ankommt. in modus 1 wuerde ich mich freuen. fuer sie und fuer mich. aber leider kippe ich in modus 2 und, nunja, eskaliere innerlich.

da ist erstmal die whatsappseite, die komplett voller herzchen- und kuesschen-emojis ist. es ist einfach alles rot. ich erinnere mich an unsere erste zeit. da war das auch so. jetzt gehen unsere textnachrichten darum, was es zu essen gibt und ob noch briefmarken im haus sind. wir sind ja schliesslich verheiratet.

und wann genau habe ich eigentlich bei ihm das letzte mal die sonne scheinen lassen koennen oder ihn auch nur zum laecheln gebracht? so zum laecheln, wie er laechelt, wenn er von ihr nach hause kommt oder von ihr erzaehlt?

und warum komme ich an zweiter stelle?

ich weiss rational, er liebt mich. aber ich fuehle mich in meinem ego-gekreise wieder nur wie die dicke alte olle mit der nervigen familie, waehrend sie die schlanke unkomplizierte granate im bett mit den perfekten fingernaegeln ist.

ich hasse mich dafuer. denn, nicht falsch verstehen: die freundin des grossen mannes ist eine absolut tolle frau. wir gehen ab und zu zu zweit was trinken und quatschen. ich mag sie sehr gern, und ich finde es grossartig, wie gut sie ihm tut. wir haben auch schon zu dritt gevoegelt, und weil sie einfach so komplett unkompliziert ist, hatten wir auch total spass. ich weiss jetzt z.B. auch, dass es gar nicht so einfach ist, frauen auf den punkt zu lecken. respekt, maenner. habe mir das gar nicht so schwierig vorgestellt.
die frau ist einfach der hammer, kommt ohne unterlass und squirtet ohne ende. in guten phasen bin ich also einfach nur gluecklich fuer die beiden, und mit ihnen.

das ist aber gerade keine gute phase, und obwohl meine rational neben mir stehende seite weiss, dass ich total ueberreagiere, kann ich das gefuehl nicht abstellen. was, wenn wir es falschherum gemacht haben? was, wenn wir alle gluecklicher waeren, waere sie die gefaehrtin und ich die gespielin?
und die ganzen anderen baustellen kochen auch hoch in mir. normalerweise habe ich alles unter kontrolle. meine coping-strategien sind alkohol, gegen das einprasseln zu vieler emotionaler eindruecke, und verdraengung, fuer die sachen, gegen die ich nichts tun kann. also sozusagen alle, die mich gerade belasten. ich packe sie in handliche paeckchen und lege sie an den rand des bewusstseins, wo sie nicht stoeren, denn wenn ich sie eh gerade nicht aendern kann, hilft es niemandem etwas, wenn ich mich damit stresse. klappt normalerweise ganz gut.

in modus 2 nicht. da stuerzt alles auf mich ein. das ganze schaukelt sich ueber nacht hoch. alle 30 minuten pumpt das blutdruckding. die schlafphasen sind also kurz. gegen 2 drehe ich meine schlaflosen kreise in der wohnung. gegen 4 bin ich so fertig, dass ich auf dem sofa einen heulkrampf bekomme.

morgens setze ich die gute-laune-maske auf, um wenigstens dem kind heile welt vorzuspielen, obwohl mir klar ist, dass er, weil er den empathie-scheiss leider geerbt hat, ganz genau weiss, was in allen leuten um ihn herum los ist.

nachdem ich ihn zur schule gebracht habe, gehe ich zum doc, um das blutdruckmessgeraet wieder abzugeben. und bekomme prompt einen heulanfall. der doc guckt kurz ziemlich entsetzt, schaut dann ohne weiter nachzufragen erst in sein regal nach den krankschreibungen, findet keine, flucht, heisst mich sitzen bleiben und eilt nach draussen, gelbe zettel holen.

ich bin also den rest der woche krank geschrieben. ICD R53 g. "Ermuedung und Unwohlsein". deutlicher kann man "hat grad nullbock" wohl nicht ausdruecken. ich fuehle mich arschig und wie ein schulschwaenzer, vor allem mann und kind gegenueber. gerade, wo ich dem kind immer sage: 'geh erstmal zur schule, wenn es nicht hinhaut, kannst du immer noch nach hause gehen'. und ich gebe einfach so auf und bade in selbstmitleid.

trotzdem bin ich dankbar fuer die auszeit. ich schlafe. ich schaue aus dem fenster und sehe den goldenen oktober kommen. ich hoere musik. ich chatte mit dem lieblingskollegen, dessen ehe gerade zerbricht und denke mir, dass ich es doch eigentlich total gut habe. und jetzt werde ich auch wieder weiter schlafen. und heut abend gehts wieder zum doc. mal sehen. soll ja medikamente geben, die gegen alles moegliche helfen.


Mittwoch, 18. September 2019

kuddelmuddel

war das hier nicht eigentlich mal ein sexblog oder so was in der art?

hm. eigentlich schon.

nur leider gibt es da gerade nicht viel zu berichten.

daher nutze ich das hier jetzt einfach mal zum ausheulen.

es ist ja so: mein leben war immer recht ruhig und selbstregulierend. klar, es gab aufs und abs, aber grundsaetzlich lief alles ohne groessere katastrophen vor sich hin.
seit ungefaehr einem jahr aber ist mein leben, bzw. das drumherum, aus irgendwelchen gruenden zu einem clusterfuck hanebuechenen bullshits geworden, auf den ich ueberhaupt keinen einfluss habe. der aber massiv in mein leben eingreift.

da ist allem voran die sache mit meinem ex, dem vater des kindes, der seit zwei monaten in seinem heimatland wegen irgendeinem 12 jahre alten unsinn in u-haft sitzt, und weil die marode verwaltungsstruktur des landes so gar nichts mehr kann, wird das moeglicherweise auch noch bis dezember dauern. mir koennte das theoretisch egal sein. aber wir waren immerhin 15 jahre zusammen und bis auf die trennung hatten wir eine gute zeit. er tut mir dementsprechend sehr leid. und man kann sich vorstellen, was das mit dem kind macht. es vermisst seinen vater ganz schrecklich. aus dem huepfenden, froehlichen jungen wird zunehmend ein ueberhaupt nicht mehr huepfendes, nachdenkliches und viel zu stilles kind. zudem kommt auch die sorge, wie es denn weitergehen soll, wenn der ex irgendwann zurueck nach D kommt - aber zumindest ist erstmal dafuer gesorgt, dass er dann weder arbeits- noch wohnungslos ist. immerhin.

dann ist da die sache mit dem haus, das meine eltern seit jahren an mich und meine schwester abgeben moechten, weil sie einerseits die verantwortung abgeben wollen, andererseits es bei moeglicher pflegebeduerftigkeit aus dem eigenen vermoegen raus haben wollen. was sich so einfach anhoert, und sich eigentlich alle so einfach dachten, wird zunehmend zu einer argen zerreissprobe fuer die familie, eine einigung scheint in immer weitere ferne zu ruecken und ich habe NULL ahnung, wie zum henker es dazu ueberhaupt kommen konnte. es scheint aber damit zu tun zu haben, dass der grosse mann und meine schwester sich aus irgendwelchen, mir auch nicht nachvollziehbaren gruenden von anfang an nicht leiden konnten.

desweiteren haben sich der grosse mann und seine tochter zerstritten. was mich jetzt eigentlich auch nicht so sehr betreffen sollte. wuerden nicht alle beide ihren zorn aufeinander permanent bei mir abladen. und da ich leider mit einer zu grossen portion scheiss-empathie geschlagen bin, kann ich mir so etwas nicht einfach neutral anhoeren, sondern fuehle mich dann selber schlecht. dabei waere das thema so leicht zu loesen, wenn alle beide mal aus ihrer ecke kommen und sich einfach nur einmal gegenseitig zuhoeren wuerden. machen sie aber nicht. sturkoeppe.

nicht selten geraten wir ueber eine der obigen sachen oder beliebigen anderen kram ins streiten. ich hasse streit. geht mir immer viel zu sehr unter die haut. das ganze zerrt an meinen nerven. ich bin teilweise einfach nur ein heulendes wrack. der grosse mann kann mir nicht wirklich helfen, hat er doch selber genug mit seinem eigenen stress zu tun und neigt dann dazu, sich zurueckzuziehen. woraufhin ich mich noch ungewollter und noch einsamer fuehle. aber ich muss ja wenigstens dem kind die halbwegs funktionierende mutti vorspielen. funktionieren.

thema sex? hahahahahaha... ach vergessen wir es. ich bin von der sexfreien exbeziehung in eine erneute friendzone gerutscht. klar, die umstaende sind jetzt nicht wirklich sexfreundlich, in meinem meckerzustand bin ich leider auch alles andere als irgendwie sexy und ach ja, freie gemeinsame zeit haben wir ja auch sowieso nicht, weil ja derzeit alle papa-abende und -wochenenden wegfallen. ist aber auch egal, meine libido ist eh einfach nur am boden.

immerhin, in den flitterwochen, oder besser, in der flitterwoche, sind wir uns mal wieder kurz ein bisschen naeher gekommen... da ist also schon noch etwas zwischen uns. aber der alltag zu hause hat es gleich wieder geschreddert.

nun leben wir ja eine offene beziehung und theoretisch koennte ich ja auch ausserhaeusig spass haben gehen. nur praktisch ist es tatsaechlich schwieriger, jemanden zu finden, der fuer mich passt und fuer den grossen mann akzeptabel ist, als es frueher war, einfach fremdzugehen. kannste dir auch nicht ausdenken vorher. irgendwie ist mir das auch alles zu muehsam. theoretisch haette ich schon lust, und sind ja auch noch jede menge bucket list items, die darauf warten, ausprobiert zu werden, auch und gerade im bdsm-bereich.
praktisch.... hat das alles leider mit menschen zu tun, und menschen nerven mich gerade einfach nur.

nur H, der ist immer noch da. und weil er schon vor dem grossen mann da war, hat er einen sonderstatus. "irgendwie hat sich da in letzter zeit so ein gefuehl von naehe eingeschlichen... ich geniesse das", schrieb ich neulich. "ach naja... nach so vielen jahren ... kann sich da schon mal was einschleichen", antwortete er, und hat natuerlich recht.


Donnerstag, 23. Mai 2019

surprises de luxe - needles and pins / epilog

... so langsam leert sich die location, da es schon nach 1 ist und am naechsten tag, am selben ort, noch ein geburtstag mit einer sehr grossen schnittmenge der anwesenden partygaeste gefeiert werden wird, und auch ich komme so langsam wieder ein wenig runter.

jedoch - das war ja noch nicht alles, eine sache steht noch aus ...

achtung: wer ein problem mit (injektions)nadeln hat, sollte hier lieber nicht weiterlesen

wir stehen bei R., dem bekannten meines mannes, der sich mit den nadeln auskennt, und plaudern. das mit den nadeln habe ich fuer diesen abend aufgrund der spaeten stunde eigentlich schon ad acta gelegt, genau wie mir schon klar geworden ist, dass wir die schlaginstrumente umsonst mitgeschleppt haben.
da schaut R. mich unvermittelt an und fragt: "wollen wir dann mal?" - "jetzt noch?!", gebe ich zurueck, "ist es jetzt nicht schon etwas spaet?" - "noe", findet R., und "ok, na dann...." antworte ich, moeglichst gelassen, allerdings immer noch keine ahnung habend, was mich jetzt erwartet und ob ich das wirklich will. da R., wie mir mein mann versichert hat, aber wirklich weiss, was er da tut und der einzige ist, in dessen haende er mich zum ausprobieren geben wuerde, und ich wahrscheinlich diese gelegenheit so bald nicht wieder bekommen werde, ist kneifen keine option.

so marschieren wir zum zweiten mal an diesem abend in den keller: R., seine frau, mein mann und ich. R. hat zwei koefferchen dabei mit einer wirklich umfangreichen ausstattung an einweghandschuhen, desinfektionszeug, sterilen tupfern, pflastern, natuerlich jede menge injektionsnadeln unterschiedlicher laengen und dicken und noch diversem anderen zeug. ich bin beeindruckt. und ein wenig eingeschuechtert. "wo wollen wir denn?", fragt er, waehrend er sie haende desinfiziert und einweghandschuhe anzieht. "brueste? ruecken?"
oh je. woher soll ich denn das wissen, ich habe so was noch nie gemacht? ich denke aber, dass ich am ruecken etwas unempfindlicher bin und weiss auch nicht, ob ich da nun wirklich zuschauen will. ich entscheide mich also fuer ruecken. R. bedeutet mir, mich rittlings auf einen stuhl zu setzen und mein oberteil auszuziehen.

und dann geht es los. ich sitze bequem, habe die arme vor mir auf der stuhllehne verschraenkt. R. rueckt mit einem stuhl sehr nah an mich heran. dann bekomme ich erstmal einen megaschreck - er besprueht meinen ruecken zunaechst mit ordentlich desinfektionslösung. und weil das zeug draussen im auto stand, ist es verdammt kalt. "ja, das ist eigentlich auch das fieseste daran", lacht er. grrr.

dann setzt er auf meiner schulter die erste nadel. hm. eigentlich merke ich gar nichts. "das sind die kleinsten", sagt er. "ok", sage ich, und "hm." zumindest kann ich mich jetzt ein bisschen mehr entspannen, es ist zumindest schonmal nicht furchtbar. ich schliesse die augen und konzentriere mich nur auf mich, seine haende auf meinem ruecken und was ich so spuere. mein herr und R.s frau schauen zu. "sie scheint ja relativ unbeeindruckt", meint mein mann, und tatsaechlich ist es bisher nicht so, dass ich die nadeln wirklich spuere. es ist einfach nur angenehm, wie an mir rumgebastelt wird.

"gut, dann nehmen wir jetzt mal groessere", befindet R., der mit der ersten nadelreihe (7 stueck, sehe ich spaeter auf fotos), fertig ist. und die spuere ich jetzt auch. sie tun nicht weh, aber ich merke deutlich den pieks, und wie sie unter die haut gehen. und es ist .... faszinierend. elektrisierend. und: es ist sehr sehr nah. von den groesseren nadeln bekomme ich eine reihe von sechs stueck gestochen. zwischendurch wird immer wirder desinfiziert, und mein mann und R.s frau werden zurechtgewiesen, nicht so laut zu quatschen. stimmt, das ganze ist ziemlich meditativ...
"und?", werde ich gefragt. - "es ist total angenehm, aber wirklich viel merke ich auch bei denen nicht", sage ich. "ooookay", sagt R., "dann probieren wir mal die hier."

und die merke ich dann tatsaechlich. es ist ein nicht allzustarker schmerz, eher ein druck, als sich die kanuele unter die haut schiebt. "ja! die merke ich jetzt!", freue ich mich, und "wow. das macht echt nicht jeder mit. das ist auch das dickste, was ich habe - 0,6mm.", antwortet R. und er setzt noch eine daneben. "die nehme ich aber nicht so oft, weil die richtige loecher machen. weiter? oder reicht's?" - "och, ein bisschen noch", sage ich.
"warte mal, hattest du nicht geburtstag?", fragt R. "ich hab da eine idee..."
"oh ja", freut sich R.s frau und kramt nach irgendetwas in den utensilienkisten. R. setzt waehrenddessen noch ein paar weitere nadeln auf der anderen seite. und dann wird irgendwas gewurschtelt. und dann... angezuendet?? haeeeee??

mein herr fotografiert das ganze kunstwerk und zeigt es mir. oookay - da wurden mir tatsaechlich zwei geburtstagskerzen auf den ruecken gesteckt. ich bin meine eigene lebende geburtagstorte ;-D
man kann damit scheinbar ziemlich kreativ sein. "weiter oder reicht?", fragt R, und "ich glaube es reicht fuers erste mal - die muessen ja auch wieder raus und es ist wahrscheinlich schon wer weiss wie spaet", finde ich.
und so wird alles wieder zurueckgebaut, nadel fuer nadel. desinfiziert, getupft, und fuer die beiden grossen nadeleinstiche gibt es sogar ein pflästerchen. auch das dauert seine seit und ich kann mich wunderschoen hereinfallen lassen. (bis auf das desinfektionsgespruehe ;) )
ich bedanke mich im anschluss total begeistert bei R. der sich sichtlich freut, dass es mir gefallen hat. wir werden das mit sicherheit bei gelegenheit nochmal ausführlicher machen.

ich bin inzwischen total geplaettet. der abend war extrem lang. und extrem aufregend. wir raeumen noch kurz auf, dann trinken wir oben noch ein bierchen zum runterkommen. und dann fahren wir zurueck ins hotel. mein kopf schwirrt von den ganzen ereignissen des abends. alles muss sich erstmal setzen. aber ich fuehle mich zutiefst gluecklich. und zufrieden. und geerdet. es ist halb vier, als wir ins bettchen fallen, das einschlafen faellt trotzdem schwer. irgendwann gelingt es nach einem weiteren absacker aber doch.

epilog

als wir am naechsten morgen aufwachen, zieht mein herr mich fest an sich und sagt mit einem warmen, liebenden laecheln: "jetzt gehoerst du MIR!"
und ich schmiege mich gluecklich an ihn und antworte "ja. fuer immer!" :)


uebrigens...

... haben wir's getan. insgesamt dreimal ja: black wedding, standesamt, kirche. wenn das kein gutes omen ist ^^